ArchivDeutsches Ärzteblatt5/1998Refluxösophagitis und Gewichtsreduktion

MEDIZIN: Referiert

Refluxösophagitis und Gewichtsreduktion

Dtsch Arztebl 1998; 95(5): A-219 / B-191 / C-183

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LNSLNS 70 Prozent der Refluxkranken sind übergewichtig. Zu den Allgemeinmaßnahmen gehört deshalb neben der Hochlagerung des Oberkörpers die Empfehlung, einige Kilogramm abzuspecken.
Die schwedischen Autoren untersuchten die Hypothese, ob eine Gewichtsreduktion die subjektiven und objektiven Auswirkungen eines gastroösophagealen Refluxes zu verbessern vermag. Dabei wurden zwei Patientengruppen in sechsmonatigem Abstand pH-metrisch untersucht. In der einen Gruppe nahmen die Patienten 10,8 6 1,4 kg ab, in der zweiten Gruppe primär adipöser Patienten kam es zu einer Gewichtszunahme von 0,6 6 0,7 kg während der Beobachtungszeit. Überraschenderweise ließ sich pH-metrisch und bezüglich der geklagten Symptome keine Änderung des Beschwerdebildes nachweisen, gleichgültig, ob das Gewicht konstant geblieben war oder ob eine nachhaltige Gewichtsreduktion durch eingeschränkte Kalorienzufuhr zu erzielen war. Alle Patienten waren weiterhin auf eine Antirefluxmedikation angewiesen. w
Kjellin A, Ramel, S, Rössner S, Thor K: Gastroesophageal Reflux in Obese Patients Is Not Reduced by Weight Reduction. Scan J Gastroenterol 1996; 31: 1047-1051.
Dept. of Surgery, Ersta Hospital and Obesity Unit, Karolinska Hospital, 11691 Stockholm, Schweden.

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