ArchivDeutsches Ärzteblatt13/1996Kritik an Kommission „Krankenhaushygiene“

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Kritik an Kommission „Krankenhaushygiene“

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LNSLNS DÜSSELDORF. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat kritisiert, daß eine "Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention" eingesetzt wurde, ohne daß man zuvor das Votum der zuständigen Fachgesellschaften eingeholt hat. Verantwortlich für diese Entscheidung seien das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Robert Koch-Institut (RKI).
Bevor das Bundesgesundheitsamt aufgelöst wurde, hatte das Ministerium nach Darstellung der AWMF zugesagt, künftige Kommissionen nur in Absprache mit den wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften zu besetzen. Die neue Kommission sollte laut AWMF in Deutschland das einzige Gremium sein, das national gültige Richtlinien – und nicht etwa nur Empfehlungen – auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene erarbeitet.
Die neue Geschäftsordnung sowie ein "Positionspapier" ließen jedoch erkennen, daß der Kommission von vornherein keine Möglichkeit gelassen werde, politisch oder ökonomisch unbequeme Richtlinien zu erarbeiten. Sie solle lediglich unverbindliche Empfehlungen vorlegen. Vor einer Veröffentlichung wolle sich das BMG zudem ein Vetorecht vorbehalten. Gerade deshalb sei es unerläßlich, daß Experten ausgewählt werden, die von den Fachgesellschaften anerkannt und autorisiert sind. Der Kritik haben sich weitere namhafte Organisationen angeschlossen. WZ
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