ArchivDeutsches Ärzteblatt13/1996Holzminden: Krebshäufung nicht von Industrie verursacht

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Holzminden: Krebshäufung nicht von Industrie verursacht

AE

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LNSLNS HANNOVER. Die Häufung von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Bevern bei Holzminden steht in keinem kausalen Zusammenhang mit den Immissionen örtlicher Industriebetriebe. Das erklärte das niedersächsische Sozialministerium. "Wegen des nicht beurteilbaren Wechselwirkungsrisikos" könne aber nicht ausgeschlossen werden, daß die untersuchten Schadstoffe zusammen mit anderen Risikofaktoren die Gesundheit der Beverner beeinträchtigt haben.
In Bevern waren zwischen 1983 und 1994 ungewöhnlich viele Kinder an Krebs erkrankt. Der Technische Überwachungs-Verein Hannover/Sachsen-Anhalt untersuchte daraufhin im Auftrag des Sozialministeriums, des Landkreises Holzminden und der Gemeinde Bevern den Schadstoffgehalt der Luft. Dem TÜV-Gutachten zufolge lag die Benzolkonzentration in den Jahren 1982 und 1983 bei maximal 2,7 mg, in den Folgejahren allerdings unter 1,3 mg pro Kubikmeter Außenluft. Typisch für städtische Gebiete sind fünf bis zehn Milligramm pro Kubikmeter. Auch die ermittelten Konzentrationen anderer Schadstoffe wie Formaldehyd oder Azeton gelten nach Auffassung des Sozialministeriums als unproblematisch. AE
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