ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2011Was erwarten Sie vom neuen BÄK-Präsidenten?

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Was erwarten Sie vom neuen BÄK-Präsidenten?

Dtsch Arztebl 2011; 108(23): A-1272 / B-1062 / C-1062

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Das sagen die Delegierten.

„Ich erhoffe mir, dass Herr Montgomery sich den Anliegen der Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung annimmt und dafür sorgt, dass eine umfassend reformierte (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung zustande kommt. Ich hoffe sehr, dass in diesen Prozess auch der ärztliche Nachwuchs eingebunden wird und nicht nur langjährige Delegierte aus den entsprechenden Gremien.“

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Katharina Kulike (26), Berlin

„Ich erwarte von ihm, dass er – auch wenn er vom Marburger Bund ist – die BÄK dahingehend verändert, dass nicht die Krankenhauspolitik dominiert, sondern die Anliegen der Niedergelassenen genauso berücksichtigt werden. Die BÄK muss gegenüber der Politik klare Positionen beziehen. Sie darf außerdem keinen Schmusekurs mit der KBV fahren.“

Dr. med. Sylvia Mieke (55), Hessen

„Eine hohe politische Präsenz – weil ich glaube, dass das heute notwendig ist. Ich erhoffe mir, dass er aus der Ärzteschaft wieder eine Einheit macht. Mit ihm verbinde ich den Streik der Klinikärzte, bei dem er es geschafft hat, viele zu mobilisieren. Ich wünsche mir aber auch, dass er weiterhin die Belange junger Ärztinnen und Ärzte im Blick hat.“

Dr. med. Anja Mitrenga-Theusinger (37), Nordrhein

„Dass er die Ärzteschaft nach außen offensiv repräsentiert und dass er die GOÄ-Reform voranbringt. Und ich erwarte, dass er die Belange der Hausärzte vertritt. Die ethisch-moralische Kompetenz der BÄK sollte weiterhin im Hoppe’schen Sinne gelebt werden.“

Dr. med. Bernhard Lenhard (48), Rheinland-Pfalz

„Dass er integrativ tätig wird. Mir persönlich ist außerdem wichtig, dass er zum Beispiel die Weiterbildung und Qualitätssicherung im Bereich der Suchtmedizin voranbringt und diese Themen einen angemessenen Platz bekommen. Weiter ist mir wichtig, dass die Versorgung von Menschen ohne Papiere und Asylbewerbern verbessert wird.“

Dr. med. Detlef Lorenzen (62), Baden-Württemberg

Foto: KV Bayerns
Foto: KV Bayerns

„Ärzte werden nur noch als Hilfsberufe von Ökonomen, Juristen und Kassenfunktionären bei der Verteilung von Geldströmen wahrgenommen. Ich wünsche mir, dass es dem neuen Präsidenten gelingt, diesen Trend umzukehren.“

Dr. med. Bernhard Kofler (61), Bayern

„Ich erwarte, dass der Präsident sich dafür einsetzt, dass die ursprünglichen, altruistischen Werte des Arztberufs wieder voll lebbar werden – Helfen, Heilen und Lindern, nur dem Patienten gegenüber in der Pflicht. Als niedergelassene Kollegin erwarte ich, dass die Form der Ausübung des Arztberufs als Freiberufler erhalten bleibt, um die Versorgung in der Fläche durch Haus- und Fachärzte in Zukunft tatsächlich sicherzustellen.“

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Kirsten Jung (51), Thüringen

„Kontinuität in der gesundheitspolitischen Ausrichtung und den Stellungnahmen der BÄK. Die Probleme müssen konkret benannt werden. Die gegenwärtige Harmonie zwischen Bundesregierung und Ärzteschaft darf nicht dazu führen, dass die Probleme unter den Teppich gekehrt werden. In erster Linie geht es um die Nachwuchsförderung, also Aus- und Weiterbildung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Fragen der Vergütung halte ich nicht für vordergründig.“

Dr. med. Wilfried Schimanke (64), Mecklenburg-Vorpommern

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