ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2011Psychosen-Psychotherapie: Neuer Dachverband gegründet

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Psychosen-Psychotherapie: Neuer Dachverband gegründet

PP 10, Ausgabe Juni 2011, Seite 250

Bühring, Petra

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Schizophreniepatienten erhalten immer noch am häufigsten Pharmakotherapie. Foto: Fotolia

Der Dachverband Deutschsprachiger Psychosen-Psychotherapie (DDPP) hat mit einem Gründungskongress an der Berliner Charité seinen Einstand gegeben. Der DDPP ist ein Zusammenschluss von Psychiatern, Nervenärzten und Psychotherapeuten, die die psychotherapeutische Behandlung von psychotisch erkrankten Menschen fördern wollen.

„Die Gruppe der Schizophrenien braucht die Gruppe der Psychotherapien“, betonte die neu gewählte erste Vorsitzende, Dr. med. Dorothea von Haebler, Oberärztin an der Charité. Obwohl alle modernen Behandlungsleitlinien Psychotherapie vorschreiben, dominiere die Pharmakotherapie die Versorgungsrealität, obwohl deren Ergebnisse nicht befriedigend und die Nebenwirkungen beträchtlich seien.

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Doch auch die Psychotherapeuten sind gefordert: Viele meiden Patienten mit schizophrenen und bipolaren Störungen, weil sie sich inhaltlich oder strukturell nicht gerüstet sehen. Der DDPP will nun aktiv werden bei der Aus-, Weiter- und Fortbildung; Behandlungsstruktur und Abrechnungsmodalitäten müssten angepasst, integrierte Versorgungsangebote geschaffen werden. Weitere Informationen unter: www.ddpp.eu. pb

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