ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2011Marburger Bund: Fünf Prozent mehr Gehalt an Unikliniken gefordert

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Marburger Bund: Fünf Prozent mehr Gehalt an Unikliniken gefordert

Osterloh, Falk

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Kritik am Gehaltsgefälle: MB-Vorsitzender Rudolf Henke. Foto: Caro
Kritik am Gehaltsgefälle: MB-Vorsitzender Rudolf Henke. Foto: Caro

Bei den anstehenden Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) fordert der Marburger Bund (MB) für die Ärzte an Universitätskliniken eine bessere Bezahlung von Nachtdiensten und Überstunden sowie eine Neustrukturierung der Entgelttabelle. „An Unikliniken erhalten Fachärzte heute ein Grundgehalt, das im Durchschnitt fünf Prozent niedriger liegt als bei ihren Kollegen an privaten Kliniken“, kritisierte der Erste Vorsitzende des MB, Rudolf Henke, am 22. Juni in Berlin. Es sei nicht zu akzeptieren, dass die 23 in der TdL zusammengeschlossenen Universitätskliniken für Nachtdienste nur einen Zuschlag von 1,28 Euro pro Stunde zahlten, sagte Henke. Der MB fordert deshalb Zeitzuschläge von 25 Prozent des individuellen Stundenentgelts sowohl für Nachtschichten als auch für Überstunden und Vollarbeit am Samstag zwischen 13 und 21 Uhr. Für Sonntagsarbeit soll der Zeitzuschlag von 25 auf 35 Prozent angehoben werden.

Zudem will der MB für Ärzte in Weiterbildung ab dem sechsten Berufsjahr eine weitere Gehaltsstufe durchsetzen. Auch für Fach- und Oberärzte sollen weitere Gehaltsstufen an die Entgelttabelle angehängt oder die Verweildauer in den Stufen verkürzt werden. Der MB strebt überdies an, dass der Tarifvertrag mit der TdL auch für die im Landesdienst angestellten Ärzte gilt. Die erste Verhandlungsrunde beginnt am 12. Juli. fos

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