ArchivDeutsches Ärzteblatt14/1996Schmerztherapie: Konzept längst vorhanden
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LNSLNSLNSLNS Ihr Bericht über die Heidelberger Tagung unterstützt unsere jahrzehntelangen Forderungen nach einer Qualifikation auf dem Gebiet der Schmerztherapie.
Auf dieser Tagung wurde auch ein vernünftiges Konzept für die Schmerztherapie gefordert – es ist schon längst vorhanden. Das Schmerztherapeutische Kolloquium e.V. (STK) und die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) bereiten schon über fast zwei Jahrzehnte eine interdisziplinäre Zusatzbezeichnung vor, die allen Ärzten aller klinischen Fächer offensteht. STK und DGSS sind die Fachgesellschaften, die die Schmerztherapie in der heutigen Form definiert und mit Leben erfüllt haben.
Daß wir in unseren Mitgliedsverzeichnissen entsprechend qualifizierte Ärzte kennzeichnen, ist meiner Meinung nach eine dringend notwendige Orientierungshilfe für die Kollegenschaft, solange sich die Ärztekammern des Problems in der Weiterbildung noch nicht angenommen haben.
Es will übrigens auch niemand von uns einen Facharzt für Schmerztherapie, sondern wir wollen eine interdisziplinäre Zusatzbezeichnung, die allen klinischen Fächern offensteht und vorhandene fachspezifische Fachkunden miteinschließt. So wurde es auch vor über einem halben Jahr von uns bei den Ärztekammern beantragt.
Die Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten und besonders dem Hausarzt steht bei der Arbeit der Schmerztherapeuten schon immer im Vordergrund und muß nicht erst heute gefordert werden. Die Versorgung des Millionenheers chronisch schmerzkranker Patienten in Deutschland kann nur durch eine breite schmerzbezogene Fortbildung aller Fachgebiete verbessert werden. Viele Chronifizierungsprozesse könnten dann endlich auch wirksam verhütet werden. Erst bei besonders problematischen, therapieresistenten chronischen Schmerzen werden der Schmerzspezialist und die interdisziplinäre Schmerzkonferenz gebraucht. Und hier werden sie auch wirklich dringend gebraucht.
Dr. med. Thomas Flöter, Schmerztherapeutisches Kolloquium e.V., Roßmarkt 23, 60311 Frankfurt/M
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