ArchivDeutsches Ärzteblatt14/1996Methadon: Das Fixen auf Krankenschein verweigern
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Kamen schon immer Zweifel auf, ob die Methadonsubstitution der richtige Weg ist, den Betäubungsmittelabhängigen aus seiner Sucht zu führen, oder ob diese vielmehr die bestehende Sucht und die daraus entstehenden negativen sozialen Folgen nur prolongiert, so sind die jüngsten Vorwürfe von selbsternannten Gesundheitspolitikern gegen die substituierenden Ärzte der I-Punkt. Die Ärzteschaft sollte sich überlegen, ob sie weiterhin als Watschenmann für die verfehlte Drogenpolitik bestimmter politischer Kreise, die sich aus der 68er Szene durch die Institutionen nach oben gebuckelt haben, herhalten soll.
Es gibt bisher keinen Beweis, daß die Methadonsubstitution besser aus der Sucht führt als der in USA praktizierte, wesentlich effizientere und auch wesentlich billigere "harte Entzug".
Die Ärzteschaft sollte sich daher diesem "Fixen auf Krankenschein" verweigern.
Dr. med. Wolfgang Ermes, Vorm Kleekamp 4-6, 58840 Plettenberg-Ohle

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote