Perspektiven der Neurologie 1/2015

Montag, 17. August 2015

Editorial

Zylka-Menhorn, Vera
Die Neurologie behandelt mehr als 200 Erkrankungen des Nervensystems und seiner begleitenden Strukturen. Häufig sind diese Krankheiten chronisch und greifen in die Lebenssituation der Patienten ein – oft verändern sie den Menschen selbst. „Daher...

Multiple Sklerose: Der Beginn einer neuen Ära

Gold, Ralf; Wiendl, Heinz; Hemmer, Bernhard
Medikamentöse Neuentwicklungen ermöglichen es, die schubförmig remittierende Form noch früher effektiv zu behandeln und Patienten mit hoher Krankheitsaktivität zu stabilisieren. Durch große Forschungsanstrengungen ist es gelungen, eine neue Ära in...

Schlaganfall: Paradigmenwechsel hin zur endovaskulären Therapie

Kerl, Hans Ulrich; Groden, Christoph
Dennoch: Das Zusammenspiel zwischen Bildinterpretation, Kollateralversorgung und Thrombuslänge sind wichtige Faktoren bei der Indikationsstellung. Der Schlaganfall stellt in den westlichen Industrieländern nach Myokardinfarkten und Malignomen die...

Verdachtsdiagnose: Demenz – Was ist nun zu tun?

Reetz, Kathrin; Schulz, Jörg B.
Die Antwort könnte nicht klarer ausfallen: Die Ursache für den Abbau und Verlust der kognitiven Funktionen muss zwingend abgeklärt werden, um reversible Formen der Demenz frühzeitig zu identifizieren. Demenzerkrankungen sind charakterisiert durch den...

Vertebralisstenose: Stent oder Medikation?

EB
Vertebralisstenosen sind bisweilen Auslöser von Schlaganfällen in hinteren Gehirnregionen. Durch Stents können diese Gefäße offengehalten werden. Allerdings musste jüngst eine niederländische Studie vorzeitig abgebrochen werden, weil sich keine...

Früherkennung der Demenz in der Hausarztpraxis: Subjektive Gedächtnislücken sind kein geeigneter Indikator

Eichler, Tilly; Thyrian, René; Teipel, Stefan; Hoffmann, Wolfgang
Untersuchungen der DelpHi-Studie zeigen keine Übereinstimmung von selbst berichteten Gedächtnisproblemen mit den Ergebnissen eines Screeningtests. Demenzielle Erkrankungen werden in der primärärztlichen Versorgung häufig nicht oder zu spät...

Körperliche Aktivität und Sport: Unverzichtbar in der neurologischen Praxis

Reimers, Carl D.
Die Bedeutung körperlicher Aktivität für die Prophylaxe und Therapie neurologischer Erkrankungen wird vielfach noch unterschätzt. Doch sie unterstützt die Patienten, ihre Selbstständigkeit weitgehend zu erhalten. Viele neurologische Erkrankungen sind...

CYP450-Wechselwirkungen: Interaktionen der SSRI-Antidepressiva

Petri, Holger
Bei der Auswahl eines selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmers ist sein spezifisches Potenzial für pharmakokinetische Wechselwirkungen zu beachten. Antidepressiva aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI = Selective...

Behandlungsinduzierte Diabetische Neuropathie: Rasche Glucosesenkung als Auslöser

Doppler, Kathrin; Sommer, Claudia
Rätselhaft ist bislang noch der Mechanismus, durch den ein veränderter Blutzuckerspiegel zu Nervenschäden und Dysfunktionen führen kann. Um Spätkomplikationen des Diabetes mellitus zu vermeiden, ist eine optimale Stoffwechseleinstellung obligat. Beim...

Alzheimer: Wie man nach einer kausalen Therapie sucht

Müller-Sarnowski, Felix; Levin, Johannes; Danek, Adrian; Laske, Christoph; Preische, Oliver; Jucker, Mathias
Familiäre Alzheimerkrankheit als Modell: Die Erkennung von Mutationsträgern in drei Alzheimergenen ist einer der Schlüssel zur Entwicklung einer ursächlichen Behandlung. Die wachsende Zahl an Senioren mit pflegebedürftigen Demenzen lässt kausale...

Alzheimerstudien: Neue Hoffnungen geweckt

Meyer, Rüdiger
Bisher verfolgte man therapeutische Ansätze, die bei vollem Ausbruch der Krankheit zum Einsatz kommen sollten. Nach zahlreichen Misserfolgen werden nun Konzepte verfolgt, die Demenzerkrankung mittels monoklonaler Antikörper im Frühstadium zu...

Hilfe für MS-Patienten: „Mitfühlen statt mitleiden“

Grunert, Dustin
Ob medizinische Fragen, Unsicherheit bei sozial-rechtlichen Belangen oder emotionale Unterstützung – das Team des MS Service-Centers in Göttingen, bestehend aus Ärzten, Krankenpflegern, Psychotherapeuten und Juristen, bietet kompetente Hilfe an....

Individuelle MS-Therapien: Krankheitsaktivität stoppen

Das verbesserte Krankheitsverständnis und der Fortschritt bei der Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente zur Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) haben zu einer effektiveren Therapie geführt. Der Einsatz einer...

Beträchtlicher Zusatznutzen: IQWiG bestätigt Gilenya

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat dem oralen Multiple-Sklerose-Arzneimittel Gilenya (Wirkstoff: Fingolimod) einen beträchtlichen Zusatznutzen zugesprochen. Mit seiner Empfehlung geht das IQWiG – auf...

Safinamid bei Parkinson: Für mehr Beweglichkeit

Für Patienten mit Parkinson-Krankheit im mittleren bis fortgeschrittenen Stadium, die unter Fluktuationen leiden, gibt es eine neue Hoffnung auf Besserung: Seit Mai steht der Wirkstoff Safinamid (Handelsname: Xadago) als Add-on-Therapie zu Levodopa...

Schmerzen bei Morbus Parkinson: Studie prüft Targin

Der Nutzen von Opioiden in der Schmerztherapie bei Morbus Parkinson wird erstmals von Mundipharma speziell für die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin) in einer multizentrischen, doppelblinden und...

Morbus Fabry: Überlebenszeit verlängern

Bis zu 80 % der Patienten mit Morbus Fabry leiden unter neuropathischen Schmerzen, u.a. Akroparästhesien (Brennen, Kribbeln oder Taubheit an den Extremitäten) oder anfallartigen stechenden oder brennenden Schmerzen (Schmerzkrisen). Unbehandelt kann...

ADHS und komorbide Sucht: Broschüre jetzt verfügbar

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist durch drei Leitsymptome gekennzeichnet: Hyperaktivität, Impulsivität und Aufmerksamkeitsstörung. Diese treten bereits im Kindesalter auf und bestehen in vielen Fällen bis ins...

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