Perspektiven der Kardiologie 1/2018

Freitag, 30. März 2018

Editorial

Zylka-Menhorn, Vera
In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen Herzklappenerkrankungen um 70,1 % gestiegen – pro 100 000 Einwohner von 69 (1995) auf 117 (2016). Eine Ursache dieser Steigerungsrate ist die insgesamt höhere...

Mitralklappeninsuffizienz: Warum und wann operiert werden sollte

Pfannmüller, Bettina; Borger, Michael A.
Eine Operationsindikation kann bereits bei asymptomatischen Patienten mit isolierter Mitralklappeninsuffizienz bestehen. Eine Mitralklappeninsuffizienz wird häufig als Zufallsbefund echokardiographisch diagnostiziert. Nicht selten sind die Patienten...

Antidepressiva nach Myokardinfarkt: Schlechtere Überlebensrate

Grunert, Dustin
Myokardinfarktpatienten, die Antidepressiva verordnet bekommen, haben ein schlechteres 1-Jahres-Überleben. Das zeigt eine Beobachtungsstudie, die auf dem Acute Cardiovascular Care Kongress in Mailand vorgestellt wurde. Für die Untersuchung wurden...

Akuter Myokardinfarkt: Therapie von Patienten mit kardiogenem Schock

Fürnau, Georg; Thiele, Holger
Die Bedeutung von zirkulatorischen Unterstützungssystemen hat in den letzten Jahren zugenommen. Aufgrund fehlender prospektiver Daten sollten sie für Patienten im therapierefraktären kardiogenen Schock vorbehalten bleiben. Die gefürchtetste und...

Linksventrikuläre Unterstützungssysteme: Gute Langzeitergebnisse

Meyer, Rüdiger
Linksventrikuläre Unterstützungssysteme (LVAD) können austherapierte Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz immer länger am Leben halten. Mit dem derzeit vermutlich modernsten System, das das Blut mit einer zentrifugalen, magnetisch angetriebenen...

Chronische Herzinsuffizienz: Strukturierte Versorgung auf verschiedenen Stufen

Pflaumbaum, Andreas
Die praktische Umsetzung der ESC-HF-Guideline zur chronischen Herzinsuffizienz erfordert ein koordiniertes Vorgehen von Hausarzt und Facharzt unter Berücksichtigung von klinischem Bild, Biomarkern und Echokardiographie. Das Syndrom der...

Arznei­mittel­therapie­sicherheit: Interaktionen – Endothelin- Rezeptorantagonisten

Petri, Holger
Je nach Ausprägung des Lungenhochdrucks werden Endothelin-Rezeptorantagonisten wie Ambrisentan, Bosentan und Macitentan eingesetzt. Endothelin-Rezeptorantagonisten (ERA) finden Verwendung in der Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH)....

Akuter Myokardinfarkt: Standardtests verpassen zwei Drittel der Diagnosen

Zylka-Menhorn, Vera
Ein unerkannter Myokardinfarkt hat eine schlechte kurzfristige Prognose, aber bis jetzt war die langfristige Perspektive unbekannt. Eben diese Frage beleuchtete eine Studie, deren Ergebnisse im Februar auf dem von der Europäischen...

Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern: Was zu beachten ist

Tutarel, Oktay; Bauer, Ulrike M. M.; Diller, Gerhard-Paul
Bei angeborenen Herzfehlern sind die Mechanismen anders als bei erworbenen Herzerkrankungen. Während Kinder medizinisch gut versorgt sind, wird nur ein Viertel der betroffenen Erwachsenen durch einen Spezialisten betreut. Aufgrund enormer...

Lipidgehalt in Thrombozyten: Eine tickende Zeitbombe

Chatterjee, Madhumita
Plasma- und Serumlipide sind häufig nicht in der Lage, die therapeutische Wirksamkeit von Lipidsenkern vorherzusagen. Derzeit untersucht man, ob sich Lipidmetaboliten aus Thrombozyten für diagnostische/prognostische Zwecke eignen. Die Hyperlipidämie...

Stickstoffdioxid (1): Krankheitsrisiko berechnet

Zylka-Menhorn, Vera
Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts legt zum ersten Mal eine Schätzung der gesundheitlichen Folgen einer Langzeitexposition mit Stickstoffdioxid (NO2) vor, auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Ergebnisse werden in der Fachwelt konträr...

Stickstoffdioxid (2): Menge und Geschwindigkeit

Gießelmann, Kathrin
Ein schneller Anstieg von Stickoxiden in der Außenluft kann das Herzinfarktrisiko verdoppeln. Die Gesundheitsgefährdung des dynamischen Anstiegs ist somit größer als vermutet. Seit Längerem ist bekannt, dass hohe Stickoxidkonzentrationen in der...

Herzpumpe Heartmate 3: Neue Langzeitdaten

Abbott hat neue, hochaktuelle Daten aus der klinischen Studie MOMENTUM 3 bekannt gegeben. Die Langzeitkohorte erreichte ihren primären Endpunkt mit einem ereignisfreien Überleben von 77,9 % (d. h. Überleben ohne beeinträchtigenden Schlaganfall oder...

Rivaroxaban (Xarelto): Gutes Nutzen-Risiko-Profil

Patienten mit einer Indikation zur oralen Antikoagulation haben oft sehr unterschiedliche Risikokonstellationen für thromboembolische Ereignisse. Das gilt sowohl für Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF), die neben einem höheren Alter...

Fatale Ereignisse verhindern: LDL-Senkung nach MI

Nach einem akuten Myokardinfarkt sind KHK-Patienten einem hohen Risiko für Folgeereignisse ausgesetzt. Im ersten Jahr ist die Gefahr eines weiteren Myokardinfarkts besonders hoch: Circa 50 Prozent der Folgeinfarkte treten bereits im Folgejahr nach...

Castle-AF Studie: Überlebensvorteil – Erfolg mit Katheterablation

Die CASTLE-AF Studie, der Potential zur Änderung aktueller Therapieleitlinien nachgesagt wird, ist nun im New England Journal of Medicine veröffentlicht worden. Die Ergebnisse der von BIOTRONIK unterstützten Studie haben gezeigt, dass die...

Verbesserte Lebensqualität: Neue Daten für Entresto

Im Rahmen des AHA Kongresses veröffentlichte Novartis aktuelle Ergebnisse zum klinischen Einsatz von Sacubitril/Valsartan (Entresto) bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF). Diese Daten unterstreichen...

Venöse Thromboembolien: Edoxaban bei Tumorpatienten

Tumorpatienten haben ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien (VTE): Ca. 20% aller VTE treten bei Tumorpatienten auf, mit dem höchsten Risiko im ersten Jahr nach Diagnosestellung. Sie gelten als die zweithäufigste Todesursache bei...

Therapie von Typ-2-Diabetes: HbA1c nicht einziges Ziel

Wer ist zuständig für den herzkranken Typ-2-Diabetiker? Worin bestehen die größten Herausforderungen und worin die Chancen einer interdisziplinären Behandlung? Im Rahmen der diesjährigen Diabetes Herbsttagung (DDG) diskutierten zwei Experten...

Schlaganfall-Prävention: Erhebliches Potenzial

Bis zu 80% aller Schlaganfälle weltweit sind vermeidbar. Eine wesentliche Maßnahme ist die frühe Erkennung und Behandlung der entsprechenden Risikofaktoren. Auch in Deutschland besteht hier erheblicher Verbesserungsbedarf, zeigt ein aktueller Report...
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