ArchivRechercheHerzbericht: Nicht gesicherte Zahlen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Seit die Todesursachenstatistik 2010 bekannt ist, werden erneut tolle Zahlen über die Verteilung von Herz-Kreislauf-Krankheiten kolportiert und bitterernst genommen. Als vor vielen Jahren eine Kurzfassung noch regelmüßig in der DMW veröffentlicht wurde, fiel mir schon auf, dass vorwiegend Menschen im höchsten Lebensalter daran verstarben, in dem das Leben sowieso irgendwann zu Ende geht, gleichzeitig ein „normaler“ Tod im hohen Lebensalter in der Statistik nicht vorgesehen war. Das hat sich bis heute nicht geändert. Was passiert beim Sterben im hohen Lebensalter wirklich? . . .

Ich glaube nicht, dass man die in den Totenscheinen angegebenen Diagnosen für wissenschaftlich abgesichert halten darf. Verstirbt man im Verlauf einer tödlich verlaufenden Erkrankung oder akut aufgetretenen definierten Erkrankung unter ärztlicher Beobachtung, mag die Todesursache verlässlich angegeben werden können. Den Rest halte ich für reine Spekulation. Man gibt an, was man für möglich hält. Genügt das, um Aussagen über Häufigkeiten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Versorgungsunterschiede zu machen?

Anzeige

Dr. med. Christa Schade, 65197 Wiesbaden

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige