ArchivRechercheArztportale: Fehlender Realitätsbezug
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Besonders bizarr ist die Diskussion über Zweitmeinungsverfahren vor dem Hintergrund, dass Konzerne wie Burda in den „Onkologiemarkt“ gehen und dort Tumorboards im Sinne von Zweitmeinungsverfahren anbieten für 379 Euro („das Interesse der Kassen sei groß“), während wir als Versorger dieser Patienten in einer onkologischen Schwerpunktpraxis (unter anderem Hauptkooperationspartner in zertifiziertem Darmzentrum) zum Beispiel bei oraler Chemotherapie beziehungsweise bei der sehr aufwendigen Tyrosinkinaseinhibitortherapie insgesamt circa 65 Euro/Quartal erhalten, selbstverständlich einschließlich Tumorboard, Bericht, sämtlichen Labor- und Toxizitätskontrollen, Sprechstunden usw. Auch bei der i. v. Chemotherapie greift zumindest in Rheinland-Pfalz eine brutale Deckelung, indem neben dem Regelleistungsvolumen und den Pauschalen der Onkologievereinbarung nur noch ein Einmalbetrag für die gesamte Quartalsversorgung der tagesklinischen Betreuung gezahlt wird (circa 109 Euro), der selbstverständlich weit unter den im aktuellen DÄ genannten Burda-Preisen liegt . . .

Dr. med. Manfred Reeb, 67661 Kaiserslautern

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