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Allergische Rhinitis: Intranasale Therapie

Dtsch Arztebl 2013; 110(35-36): A-1640

Leinmüller, Renate

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Nasenspray mit Kortikoid plus Antihistaminikum bewirkt schnelle Symptomreduktion.

Beim Asthma bronchiale ist die Kombination von Wirkstoffklassen etabliert. Erstmals ist jetzt auch für die saisonale und perenniale allergische Rhinitis ein Nasenspray zugelassen, das mit einem Kortikoid und einem Antihistaminikum die First-line-Medikamente enthält.

Nach Angaben von Prof. Dr. med. Ludger Klimek, Wiesbaden, gelingt es bei vielen Patienten mit mittelschwerer und schwerer allergischer Rhinitis nicht, die nasalen und okulären Symptome mit einer Monotherapie effektiv zu kontrollieren. Die Kombination von Fluticasonpropionat und Azelastinhydrochlorid zur intranasalen Therapie (Dymista® Nasenspray), zweimal täglich angewandt, hat in drei Studien (n = 3 398) bei dieser Patientengruppe einen deutlich höheren Nutzen als die beiden Monosubstanzen gezeigt:

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Der mittlere Scorewert (reflective total nasal symptom score, rTNSS) fiel in der 14-tägigen Studie sowohl gegenüber Placebo als auch im Vergleich mit der Monotherapie der einzelnen Wirkstoffe signifikant stärker ab (p < 0,001). Der höhere Nutzen ist Klimek zufolge bei allen nasalen Symptomen (Rhinorrhö, Kongestion, juckende Nase), aber auch an den Konjunktiven dokumentiert.

Zudem tritt die Wirkung schneller ein als bei jeweiliger Monotherapie. Unterschiede sind nach sechs Tagen nachweisbar, was angesichts einer mittleren Episodendauer von 12,5 Tagen für die Patienten relevant ist. Darüber hinaus weisen die Studien mehr Patienten mit wesentlicher Symptomlinderung – bei jedem sechsten vollständig oder nahezu vollständig – aus.

Das neue Nasenspray wurde aufgrund dieser Daten in einem Editorial des „Journal of Allergy & Clinical Immunology“ als „bedeutender Fortschritt in der Behandlung der allergischen Rhinitis“ bezeichnet.

Dr. rer. nat. Renate Leinmüller

Quelle: Meda-Fachsymposium „Der allergische Marsch“, in Eltville, Veranstalter: Meda-Pharma

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