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Zulassungserweiterung Adalimumab Abbvie gibt bekannt, dass Adalimumab (Humira®) jetzt auch zur Behandlung des mittelschweren aktiven Morbus Crohn bei pädiatrischen Patienten ab dem Alter von sechs Jahren zugelassen ist – vorausgesetzt, sie haben unzureichend auf eine konventionelle Therapie angesprochen (einschließlich primärer Ernährungstherapie und einem Glukokortikoid und/oder einem Immunsuppressivum) oder es besteht eine Unverträglichkeit respektive Kontraindikation gegenüber einer solchen Therapie.

Vermarktung von Avonex® Trockensubstanz wird eingestellt  Für die Behandlung der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose steht Interferon beta-1a von Biogen bisher als Avonex® Trockensubstanz, Pen sowie als Fertigspritze zur Verfügung. Da die meisten Patienten mittlerweile Pen und Fertigspritze bevorzugen, wird aufgrund der geringen Nachfrage die Produktion der Trockensubstanz (Bio-Set/Lyophilisat) am 31. Dezember eingestellt. Patienten, die diese Therapie noch erhalten, sollten rechtzeitig umgestellt werden.

Gentherapie bei Adenosindeaminase-Mangel GlaxoSmithKline hat für Strimvelis®, die erste Gentherapie zur Behandlung des angeborenen Immunfdefektes ADA-SCID, die Zulassung erhalten. Er soll Kindern helfen, für die es keinen passenden Stammzellspender gibt. Bei der autosomal rezessiv vererbten Stoffwechselstörung liegt eine Mutation im Adenosin-Desaminase-Gen auf Chromosom 20 zugrunde. Diese Mutation ruft einen schweren Immundefekt hervor, so dass die Kinder innerhalb von zwei Jahren versterben. Zur Vorbereitung der Therapie werden patienteneigenen Knochenmarkzellen eine normale Kopie des ADA-Gens eingefügt. Dann werden die Gen-korrigierten dem Patienten intravenös wieder zugeführt. Die Genehmigung basiert auf Daten mit 18 Kindern, die mit Strimvelis behandelt wurden. Alle sind am Leben mit einer medianen Follow-up-Dauer von etwa sieben Jahren.

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Trevicta® zur Erhaltungstherapie der Schizophrenie Janssen führt mit Trevicta® (Paliperidonpalmitat) die erste 3-Monats-Formulierung eines langwirksamen Antipsychotikums zur Erhaltungstherapie für Patienten mit Schizophrenie ein, die unter dem einmal monatlich injizierbaren Paliperidonpalmitat-Produkt Xeplion® klinisch stabil eingestellt sind. Eine Umstellung kann einen Monat nach der letzten Xeplion®-Applikation erfolgen. Die Erstdosierung soll das 3,5-fache der letzten Xeplion®-Dosis betragen (175, 263, 350 oder 525 mg). Die Applikation kann in Ausnahmefällen in einem Zeitfenster von zwei Wochen vor oder nach dem eigentlichen Termin erfolgen. Trevicta® liegt als Fertigspritze vor, die nicht gekühlt werden muss.

Warnung vor schwerwiegenden kardialen Ereignissen bei Überdosis von Loperamid Bei der Einnahme von Loperamid zur symptomatischen Behandlung von Diarrhoen in höheren Dosierungen als empfohlen, besteht die Gefahr von schwerwiegenden kardialen Ereignissen beziehungsweise Herzrhythmusstörungen, so die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Das Risiko kann auch erhöht sein, wenn hohe Dosen von Loperamid und interagierende Arzneimittel (über das CYP-System oder p-Glycoprotein) gleichzeitig eingenommen werden, wie zum Beispiel Cimetidin, Clarithromycin, Erythromycin, Gemfibrozil, Itraconazol, Ketoconazol, Chinidin und Chinin (auch in Tonic-Wasser enthalten), Ranitidin und Ritonavir. Die Mehrzahl der berichteten kardialen Ereignisse trat bei Personen auf, die bewusst hohe Dosen von Loperamid eingenommen haben, entweder gegen Entzugssymptome eines Opioidmissbrauchs oder um ein Euphoriegefühl zu induzieren.

Bei anderweitig nicht erklärbaren kardialen Ereignissen wie QT-Verlängerung, Torsades de Pointes, anderen ventrikulären Arrhythmien, Synkopen oder Herzstillstand sollte die Einnahme von Loperamid als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden. Patienten sollten auf eine korrekte Dosierung hingewiesen werden.

Test zur Bestimmung des Risikos für Gebärmutterhalskrebs Qiagen hat die Markteinführung des QIAsure-Methylierungstests bekannt gegeben, einem neuartigen CE-IVD-zertifizierten molekulardiagnostischen Test zur Bestimmung des Risikos von Patientinnen, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Der QIAsure-Methylierungstest ist eine Ergänzung zu HPV-Screening-Tests und folgt entweder auf einen positiven Hochrisiko-HPV-Test oder einen auffälligen Zellbefund bei einem Pap-Abstrich. Der Zellabstrich für den Test kann sowohl durch einen Arzt als auch die Patientin selbst durchgeführt werden.

150 Jahre Dr. Willmar Schwabe Die Unternehmensgruppe Dr. Willmar Schwabe, ein weltweit führender Hersteller pflanzlicher und homöopathischer Arzneimittel sowie Nahrungsergänzungsmittel, feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Das Unternehmen beschäftigt rund 3 500 Mitarbeiter weltweit, davon 1 400 in Deutschland. 2015 erwirtschaftete Schwabe einen Gruppenumsatz von rund 860 Millionen Euro, mit einem Exportanteil von 75 Prozent. Der Forschungsaufwand lag bei 31 Millionen Euro. Zu den bekanntesten Marken des traditionsreichen Pharmaunternehmens zählen das Erkältungsmittel Umckaloabo sowie das Ginkgo-Präparat Tebonin. Weitere Marken sind Lasea, Prostagutt und Venoplant. Ergänzend zur medikamentösen Behandlung und zu Nahrungsergänzungsmitteln bietet Schwabe auch Zusatzleistungen für eine ganzheitliche Gesundheitsvorsorge an, wie zum Beispiel die Trainingsprogramme für mentale und körperliche Fitness.

Symbicort® auch als Dosieraerosol AstraZeneca bietet eine weitere Darreichungsform seines Präparates Symbicort® (Budesonid und Formoterol-Fumarat-Dihydrat) an: Neben dem Turbohaler ist der Bronchodilatator zur Behandlung von Asthma und COPD auch als Dosieraerosol verfügbar. EB

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