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Intensivpflege: Bundes­ärzte­kammer mahnt Selbstbestimmung an

Dtsch Arztebl 2019; 116(38): A-1634 / B-1348 / C-1324

KNA; EB

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Die Versorgung von Beatmungspatienten will der Gesetzgeber reformieren. Foto: picture alliance/BSIP
Die Versorgung von Beatmungspatienten will der Gesetzgeber reformieren. Foto: picture alliance/BSIP

In der Debatte um ein neues Gesetz zur Intensivpflege hat die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) Ausnahmeregelungen für eine Versorgung von erwachsenen Beatmungspatienten in ihrem heimischen Umfeld angemahnt. Selbstbestimmung und Teilhabe für Beatmungspatienten müssten erhalten bleiben, erklärte die BÄK in einer Stellungnahme. Zugleich betonte die Kammer aber, dass sie grundsätzlich dafür sei, dass die Leistungen der außerklinischen Intensivpflege normalerweise in Pflegeeinrichtungen oder in speziellen Intensivpflege-Wohneinheiten erbracht werden. Die geeignete Wohnform und die nötige Versorgungsform sollten mit den Patienten allerdings sorgsam und verantwortungsvoll ermittelt werden. Die BÄK bewertet es zudem als positiv, dass Leistungen der außerklinischen Intensivpflege künftig nur von denjenigen erbracht werden dürfen, die besondere Anforderungen erfüllen. Die geplanten „besonderen Qualifikationsanforderungen“ für die Verordnung zur außerklinischen Intensivpflege hält die BÄK hingegen für nicht zielführend. Der Referentenentwurf aus dem Ge­sund­heits­mi­nis­terium sieht vor, dass die außerklinische Intensivpflege mit Beatmung in den eigenen vier Wänden bei Erwachsenen nur noch die absolute Ausnahme sein soll. Patienten sollen entweder in vollstationären Pflegeeinrichtungen oder in speziellen Intensivpflege-Wohneinheiten untergebracht werden, die strengen Qualitätsanforderungen unterliegen. Ziel soll es sein, die Versorgung zu verbessern und Fehlanreize

in der Vergütung zu beheben. kna/EB

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