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Gesundheit und Parlamentarismus in Spanien

Dtsch Arztebl 2000; 97(38): A-2454 / B-2095 / C-1963

Herold-Schmidt, Hedwig; Grass, Guido; Mäder, Dipl.-Ges.-Ök. Karolina

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LNSLNS Gesundheitspolitik
Spanien im 19. Jahrhundert

Hedwig Herold-Schmidt: Gesundheit und Parlamentarismus in Spanien. Die Politik der Cortes und die öffentliche Gesundheitsfürsorge in der Restaurationszeit (1876–1923). Historische Studien, Band 458, Matthiesen Verlag, Husum, 1999, 640 Seiten, gebunden, 158 DM
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lag die Lebenserwartung in Spanien fast zehn Jahre unter dem europäischen Durchschnittswert. Der Bevölkerungsrückgang aufgrund der hohen Sterblichkeitsraten stellte eine große Herausforderung an die spanische Gesundheitspolitik in der Restaurationszeit (1876 bis 1923) dar. Die Wechselwirkung zwischen Gesundheitspolitik sowie öffentlicher Gesundheitsfürsorge einerseits und den Strukturen eines durch den Parlamentarismus geprägten politischen Systems ist das Thema dieser vorbildlichen Studie.
Es geht dabei nicht nur um die politisch-programmatischen Aspekte der über tausend gesundheitsrelevanten parlamentarischen Debatten in den Cortes. Ein besonderes Augenmerk richtet die Verfasserin auf die Frage, inwieweit die öffentliche Meinung auf die staatliche Gesundheitspolitik in dieser Zeit Einfluss nahm. Besonders aufschlussreich ist dabei die systematische Auswertung der Haushaltsdebatten, die erkennen lässt, welche Dringlichkeit der Modernisierung des Gesundheitswesens zugemessen wurde.
Diese methodisch innovative, anregende und gründlich gearbeitete Untersuchung beweist, was ein sozialgeschichtlicher Ansatz in der Medizingeschichte an neuen Erkenntnissen und Zusammenhängen dem Leser vermitteln kann. Robert Jütte

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