ArchivRechercheImportarzneimittel: Kritik an Wegfall des Abgabegebots

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Importarzneimittel: Kritik an Wegfall des Abgabegebots

Dtsch Arztebl 1996; 93(40): A-2521 / B-2151 / C-2015

Dauth, Sabine

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LNSLNS BONN. Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben Ärzte und Apotheker aufgefordert, die Abgabe von Importarzneimitteln durch ein entsprechendes Verordnungs- und Abgabeverhalten weiterhin zu unterstützen. Die Preisvorteile von Importarzneimitteln summierten sich in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung auf dreistellige Millionenbeträge. Angesichts der Ausgabenentwicklung im Arzneimittelbereich sollten die Apotheker helfen, Wirtschaftlichkeitsreserven voll auszuschöpfen.
Anlaß des Appells ist eine Entscheidung des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat zur 7. SGB V-Novelle. Sie war nicht beanstandet worden, womit auch die bestehende Importregelung nach § 129 SGB V geändert wird. Danach entfällt der Gesetzeshinweis, daß Apotheker auch zur Abgabe von preisgünstigen Importarzneimitteln verpflichtet sind.
Mehrere Pharmaverbände sowie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßten die Entscheidung. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hatte Berichten zufolge die Änderung damit begründet, daß die Arzneimittelpreise in Deutschland nicht mehr zu den höchsten in Europa zählten, sondern im Mittelfeld lägen. th
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