ArchivRechercheÄrztliche Berufung: Theodizee
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LNSLNS . . . In allen Wallfahrtskirchen hängen Motivtafeln mit der lapidaren Feststellung „Kein Arzt konnte helfen!“. Davon leben ja auch die Wunderheilungen in Lourdes und anderswo, welche allerdings die seit dem Hiob-Buch der Bibel im alten Europa immer noch urgente Theodizee-Frage ignorieren: Warum nämlich der allgütige und allwissende Gott den Menschen leiden und sündigen lässt, um ihn dann nach Belieben zu erlösen oder unter Schmerzen sterben zu lassen, ja noch schlimmer, ihn für seine Fehltritte auf ewig zu verdammen. In der Theodizee kommt also „die ärztliche Berufung“ samt „transzendentem Horizont des Heilens“ ziemlich zu kurz.
Leider löst also der wohlwollende Artikel des Jesuiten-Paters nicht das Hiob-Problem mit seinen metaphysischen, aber auch medizinischen Implikationen bezüglich Transzendenz der Gerechtigkeit Gottes. Immer noch müssen die Gläubigen im Vaterunser zu ihm flehen „Und führe uns nicht in Versuchung“.
Dr. med. Günter Hesse, Geigersbergstraße 16, 76227 Karlsruhe
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