szmtag Kindergesundheit: Wo liegen die Ursachen?
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Für mich ist immer wieder erstaunlich, wie das Phänomen „Kinderarmut“ in Deutschland zwar benannt, mit Zahlen belegt und ihre gesundheitlichen und anderen Folgen beklagt werden, aber andererseits kaum ein Gedanke dazu verwendet wird, wo nun eigentlich die Ursachen dafür liegen. Als Alternativen werden dann Beratung, Familienpässe und Hartz-IV-Erhöhungen gefordert, die doch zunächst vor allem die Stigmatisierung verschärfen.

Ist es wirklich so schwer zu begreifen, dass eine Gesellschaft wie die unsere, die den Eltern nach wie vor die Hauptlast der Kinderkosten überlässt, aber den Kindernutzen, vor allem über die gesetzliche Rentenversicherung denen zuführt, die selbst keine Kinder und daher auch keine Kinderkosten haben, zwangsläufig zu steigender Eltern- und Kinderarmut führen muss?

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Selbst in diesem Artikel, der ja Kinderarmut zum Thema hat, wird nur der Personalmangel im Bereich des „Kinderschutzes“ erwähnt, der durch Geldmangel bedingt sei. Der gesetzlich erzwungene Geldmangel der Eltern gerät völlig aus dem Blick. Selbst wenn es um Kinderarmut geht, stehen so die Interessen der Erwerbstätigen, die an der Armut der anderen verdienen, stärker im Vordergrund als die Kinder und Eltern, um die es eigentlich geht.

Dr. Johannes Resch, 76872 Winden

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