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SPEKTRUM: Leserbriefe

Mobbing: Erfahrungen

Halama, Peter

Zu dem Beitrag "Immer mehr Mobbing-Fälle" von Dr. Harald Clade in Heft 43/1998:
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LNSLNS Den Inhalt des Artikels kann ich nur unterstreichen. In den letzten zwei Jahren kommen immer mehr Kollegen und Personal aus den Krankenhäusern beziehungsweise Gesundheitsdiensten als "Gemobbte" in meine Praxis. Oft ist Neid des Chefs das Hauptmotiv, um qualifizierte Kollegen zu mobben und am Aufstieg zu hindern (besonders im wissenschaftlichen Bereich). In wenigen Fällen werden Ärzte vom Personal gemobbt. Auch gibt es häufig das "Rudelmobbing", das heißt, der Chef und andere Kollegen oder Teile des Personals mobben einen Kollegen . . .
Es werden bis zu gut 30 Krankheitssymptome angegeben. Jeder zweite benennt durchschnittlich wenigstens 15 Symptome. Davon unterscheiden sich die Folgen von reinen psychosomatischen Erkrankungen. Ebenso
wird, im Gegensatz zu reinen psychosomatischen Erkrankungen, die juristische Ebene durch die Handlungsweisen verletzt. Die üblichen psychosomatischen Kuren verschlechtern eher den Zustand des Gemobbten. Dies auch deshalb, da die psychotherapeutisch tätigen Ärzte in den Kliniken wenig Ahnung von Mobbing und dessen Folgen haben. (Zu diesem Thema wird zur Zeit eine Studie von Prof. Leymann und mir vorbereitet.) . . .
Die "Gesellschaft gegen psychosozialen Streß und Mobbing e.V. GPSM" bemüht sich um Aufklärung,
besonders auch in den Betrieben, auch in den Krankenhäusern.
Wenn sich zwei oder mehrere Personen "verhakelt" haben (Mobbing-Prozeß), hilft ein neutraler Dritter, sich wieder zu "enthakeln". Eine neue Streitkultur muß erlernt werden . . .
Dr. med. Peter Halama, Berner Heerweg 175, 22159 Hamburg
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