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Charité: Mehr Museumsbesucher nach TV-Serie

NZ; KNA

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Neben der Dauerausstellung gibt es regelmäßig Sonderschauen mit Museumsstücken wie dieser Spurensammlung eines Raubmordes aus dem Jahr 1987. Foto: Christoph Weber
Neben der Dauerausstellung gibt es regelmäßig Sonderschauen mit Museumsstücken wie dieser Spurensammlung eines Raubmordes aus dem Jahr 1987. Foto: Christoph Weber

Das Medizinhistorische Museum der Charité verzeichnet durch die historisch angelegte ARD-Produktion „Charité“ steigende Besucherzahlen. Darauf hat Thomas Schnalke, Direktor des Medizinhistorischen Museums, hingewiesen. „Die Kurve geht hier eindeutig nach oben“, sagte er auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes. Demnach besuchten im März dieses Jahres – als die TV-Serie startete – 7 824 Interessierte das Museum. Im Vorjahr waren es 6 584. Das ist ein Anstieg um knapp 19 Prozent. In den ersten Aprilwochen 2017 gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg um rund 22 Prozent. Vom 1. April bis zum 19. April kamen 6 531 Besucher ins Museum. Im gesamten April 2016 lag die Zahl bei 5 362 Besuchern.

Wenn man die aufgrund der Durchschnittswerte der vergangenen Tage erwartbare Zahl von 3 000 Besuchern bis Ende April 2017 hinzurechne, käme man auf rund 9 500 Besucher, rechnete Schnalke vor. „Zu erwarten steht somit ein Zuwachs von 4 138 Besuchern oder rund 77 Prozent.“

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Im Interview mit der Zeit hatte Schnalke betont, dass die Zuschauer der Serie im besten Fall eine Haltung, „gerne eine kritische“, entwickelten. Etwa wenn sie sich fragten, ob damals wirklich alles so geschehen sei, wie sie es „jetzt vorgesetzt bekommen“ hätten.

Schnalke wies auch darauf hin, dass derzeit intensiv über Möglichkeiten und Grenzen der modernen Medizin diskutiert werde. Er halte es für richtig, dass die Menschen wissen, woher „unsere Vorstellungen auf diesem Gebiet kommen“. Die Serie lenke den Blick auf eine prägende Phase gegen Ende des 19. Jahrhunderts, in der das heutige Verständnis von Körper, Gesundheit und Krankheit entstanden sei.

Das Medizinhistorische Museum hat die ARD bei der Produktion beraten. Laut Schnalke sei die Realität aber an einigen Stellen „nachgebessert“ worden. nz/kna

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