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Abemaciclib verlängert Überleben bei fortgeschrittenem Brustkrebs – Follow-up-Analysen der Phase-3-Studie MONARCH2 zeigen, dass Abemaciclib+Fulvestrant bei der Therapie des metastasierten hormonrezeptorpositiven (HR+), HER2-negativen Mammakarzinoms das Gesamtüberleben (OS) um 9,4 Monate gegenüber Fulvestrant + Placebo verlängern (Hazard Ratio [HR]: 0,757; 95-%-Konfidenz-Intervall [KI]: 0,606–0,945; p=0,0137).

Bei primär endokrin resistenten Patientinnen zeigte sich ein besonders deutlicher Überlebensvorteil durch Abemaciclib: Ihr relatives Mortalitätsrisiko reduzierte sich um 42 % (HR: 0,583; KI: 0,351–0,970). Bei Patientinnen mit viszeraler Metastasierung wurde eine Risikoreduktion von 18 % in der Erstlinie und 49 % in der Zweitlinie ermittelt. Die Zeit bis zum Beginn der Chemotherapie konnte unter Abemaciclib um mehr als zwei Jahre gegenüber Placebo verzögert und damit die Lebensqualität der Patientinnen verbessert werden.

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Neue Subgruppenanalysen der MONARCH2 Daten zeigen, dass Abemaciclib das progressionsfreie Überleben (PFS) ungeachtet von Mutationen von PIK3CA und ESR1 verbessert. Tatsächlich profitierten Patientinnen mit der PIK3CA-Mutation (mut) mehr von der Kombination als Patientinnen mit dem Wildtyp (HR: 0,46 mut vs. 0,68 Wildtyp). bw

Quelle: Livestream Pressegespräch: „Neueste medizinische Erkenntnisse und deren klinischer Impact: Verbesserungen der Behandlung des metastasierten HR+, HER2– Mammakarzinoms mit Abemaciclib“, 5. August.2020; Veranstalter: Lilly Oncology

Zulassungserweiterung für die subkutane Gabe von Daratumumab – In der Erstlinienbehandlung des Multiplen Myeloms ist Daratumumab (Darzalex®, Janssen-Cilag) in verschiedenen Kombinationen mit Bortezomib, Thalidomid, Lenalidomid, Melphalan, Dexamethason und Prednison zugelassen.

Auch in der Zweit- und Drittlinientherapie kann der vollhumane monoklonale Antikörper eingesetzt werden. Seit Juni 2020 ist neben der intravenösen Applikation (IV) auch eine subkutane Formulierung (SC) für alle bisherigen Indikationen verfügbar.

In der randomisierten Phase-3-Studie COLUMBIA zeigte die SC-Gabe ein vergleichbares Gesamtansprechen (43,3 %) vs. der IV-Applikation (39,4 %). Im Sicherheitsprofil glichen sich beide Formen. Allerdings traten nach SC signifikant weniger infusionsbedingte Reaktionen auf. Häufigere Neutropenien nach SC führten zudem nicht zu einer höheren Inzidenz von Infektionen.

Der entscheidende Vorteil der SC-Gabe, betonte Prof. Dr. med. Hartmut Goldschmidt von der Universitätsklinik Heidelberg, liegt in der Infusionsdauer. Benötigt Daratumumab IV bei der Anfangsdosis im Median 7 Stunden und ab der 3. Infusion noch 3,4 Stunden, verkürzt sich die Dauer bei SC auf etwa 5 Minuten schon bei der 1. Dosierung. Deshalb werde in Heidelberg komplett auf SC umgestellt. KJD

Quelle: Digitale Pressekonferenz „Patienten mit Multiplem Myelom: Zulassungserweiterung für die subkutane Gabe von Daratumumab“, 7. Juli 2020; Veranstalter: Janssen-Cilag GmbH

Herausforderungen der adjuvanten Melanom-Therapie – Beim fortgeschrittenen Melanom stellt ein Rückfall mit lokalen Mikro-Metastasen als auch Metastasen, die über Lymphgefäße oder Blutgefäße streuen, oft eine therapeutische Herausforderung dar, schilderte Prof. Dr. med. Dirk Schadendorf von der Klinik für Dermatologie an der Uniklinik Essen, anlässlich des virtuellen 10. Post-Chicago Meetings.

Prognostische Faktoren für die Bildung von Metastasen sind unter anderem die Dicke des Primärtumors, Geschwürbildung, Anzahl von regionalen Lymph-Metastasen, das Auftreten von Mikrosatelliten und nichtknotige lokoregionale Metastasierung, erläuterte Schadendorf. Wobei das absolute Risiko für einen Rückfall zwischen den Melanom Substadien variiert: Etwa 35 % der Patienten aus Stadium IIIA und mehr als 55 % aus IIIC benötigen weitere Therapien wegen eines Rückfalls.

Derzeitige Standardtherapieoptionen bei Melanomen der Stadien III zur adjuvanten Therapie sind BRAF-Inhibitoren plus MEK-Inhibitoren, wie Dabrafenib plus Trametinib, sowie Immun-Therapien mit Nivolumab (Opdivo®) plus Ipilimumab (Yervoy®) oder mit Pembrolizumab. CW

Quelle: Virtuelles Satellitensymposium: „The I-O-Treatment Continuum in Melanoma – The Evolution of the Therapeutic Landscape“ im Rahmen des 10. Post-Chicago Meetings zum Thema Melanom. 9. Juli 2020; Veranstalter: Bristol-Myers Squibb

Einführung von Nepexto® als Etanercept-Biosimilar in Deutschland – Nepexto® (Etanercerpt-Biosoimilar, Mylan und Lupin) steht jetzt auf dem deutschen Markt zur Verfügung. Das Biosimilar ist zur Therapie mittelschwerer oder schwerer aktiver rheumatoider Arthritis, juveniler idiopathischer Arthritis ab dem Alter von 2 Jahren, aktiver und progressiver Psoriasis-Arthritis, schwerer axialer Spondyloarthritis, mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis sowie chronischer schwerer Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren indiziert. Nepexto® ist für alle Therapieindikationen des Referenzproduktes Enbrel® zugelassen. Der Tumornekrosefaktor-(TNF)-Inhibitor Etanercept wurde erstmals im Jahr 2000 zur Therapie der rheumatoiden Arthritis in Deutschland zugelassen. Mit dem Wirkstoff bestehen daher langjährige klinische Erfahrungen bezüglich des Wirksamkeits- und Sicherheitsprofils.

Nepexto ist als Injektionslösung in einem Fertigpen sowie als Fertigspritze erhältlich. Daten zeigen eine hohe Patientenakzeptanz des einfach zu handhabenden Fertigpens. Patienten favorisierten dieses latexfreie Produkt zur unkomplizierten Selbstinjektion, was zu einer Verbesserung der Compliance führen kann. mls

Quelle: Pressemitteilung von Mylan und Lupin, 26. August 2020

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