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Hintergrund: In diesem Übersichtsartikel werden Operationsindikation, Operationsverfahren und Ergebnisse bei der Versorgung asymptomatischer und rupturierter abdominaler Aortenaneurysmen (AAA) dargestellt.

Methode: Es erfolgte eine aktualisierte Literaturrecherche zu Screening, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Bauchaortenaneurysmas auf der Grundlage der S3-Leitlinie aus dem Jahr 2018.

Ergebnisse: Die Operationsindikation stellt sich bei Männern mit einem asymptomatischen AAA ≥ 5,5 cm, bei Frauen ≥ 5,0 cm. Basis für die Indikation bei Männern sind vier randomisierte Studien, bei Frauen ist die Datenlage nicht eindeutig. Die Mehrzahl der Patienten mit AAA (circa 80 %) wird mittlerweile endovaskulär („endovascular aortic repair“, [EVAR]) therapiert, das offene Vorgehen („open aneurysm repair“, [OAR]) bleibt Patienten mit längerer Lebenserwartung und geringer Komorbidität vorbehalten. Die gepoolte 30-Tage-Letalität nach EVAR macht 1,16 % (95-%-Konfidenzintervall: [0,92; 1,39]) aus, nach OAR 3,27 % [2,7; 3,83]. Frauen haben eine höhere operative beziehungsweise interventionelle Sterblichkeit als Männer (Odds Ratio 1,67). Die Sterblichkeit des rupturierten AAA ist sehr hoch: Circa 80 % der Frauen und 70 % der Männer sterben nach der Ruptur eines AAA. Das rupturierte AAA sollte möglichst endovaskulär angegangen werden, am besten unter Lokalanästhesie. Eine entsprechende Expertise und Infrastruktur gewährleistet die Versorgung in Zentren. Eine langfristige periodische bildgebende Überwachung (Duplexsonografie, gegebenenfalls Computertomografie) ist insbesondere nach EVAR unabdingbar, um Endoleaks zu detektieren beziehungsweise zu kontrollieren, um die Durchmesserstabilität des ausgeschalteten Aneurysmasacks zu dokumentieren und eventuell notwendige Reinterventionen (langfristige Reinterventionsrate circa 18 %) zu indizieren.

Schlussfolgerung: Patienten mit asymptomatischem AAA können heute gefäßchirurgisch mit hoher Sicherheit operativ versorgt werden, wobei das endovaskuläre Vorgehen präferiert wird.

LNSLNS

Ein Bauchaortenaneurysma (AAA) ist eine Wandschwäche im Bereich des abdominalen Abschnitts der Aorta, die dazu führt, dass sich das Gefäß aufgrund der veränderten Fluss- und Druckverhältnisse des Blutes in diesem Bereich erweitert oder balloniert.

Die Prävalenz ist alters- und geschlechtsabhängig. In einer Untersuchung im Rahmen der CT-Kolografie wurde eine AAA-Prävalenz, definiert durch einen AAA-Durchmesser ≥ 30 mm, bei 1,3 % der untersuchten Männer im Alter von 55 bis 64,9 Jahren beobachtet, bei 9,1 % im Alter von 65,0 bis 74,9 Jahren, bei 16,8 % im Alter von 75,0 bis 84,9 Jahren und bei 22,0 % in einem Alter von > 85 Jahren. Die Vergleichszahlen für Frauen waren 0,4 %, 2,0 %, 3,9 % und 6,2 % (1). Mit zunehmendem Durchmesser steigt das Rupturrisiko an: von circa 0,3 % jährlich bei einem Durchmesser ≤ 3,9 cm auf 6,5 % bei einem Durchmesser von 5,0 bis 5,9 cm (2). Dieses Risiko ist mit einer hohen Sterblichkeit verbunden, weshalb dem symptomfreien Patienten ab einer bestimmten Aneurysmagröße ein prophylaktischer Eingriff empfohlen werden sollte.

Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG e. V.) kam im Jahr 2018 eine S3-Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) heraus. Darin geht es um Screening, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Bauchaortenaneurysmas (3). Die Aspekte der operativen Therapie sollen in dieser Übersicht aktualisiert werden. Hinsichtlich des perioperativen Managements und der konservativen Behandlung sei auf die Leitlinie verwiesen.

Methode

Diese Arbeit beruht auf einer Literaturrecherche in PubMed (Medline). Durchsucht wurden Beiträge der letzten zwei Jahre (Januar 2018 bis März 2020) mithilfe der folgenden Schlagwortverbindungen: „abdominal aortic aneurysm [Title]“, abdominal aortic aneurysm AND diameter threshold“, „abdominal aortic aneurysm AND outcome“, „abdominal aortic aneurysm AND mortality“ und „ruptured abdominal aortic aneurysm [Title]“. In ihrer Methodik folgt diese Untersuchung der publizierten S3-Leitlinie von 2018 (3). Für die Jahre vor 2018 wurde auf die systematische Literaturrecherche der Leitlinie zurückgegriffen. Berücksichtigt wurden alle neu publizierten Leitlinien, systematischen Übersichten beziehungsweise Metaanalysen, randomisierte Studien und Registererhebungen.

Operationsindikation beim asymptomatischen Patienten

Die Indikation zum prophylaktischen elektiven Eingriff wurde in den drei Leitlinien, die in den letzten zwei Jahren zur Behandlung des AAA erschienen sind, sehr ähnlich festgeschrieben (3, 4, 5). In der Leitlinie der DGG heißt es (3):

  • „Patienten mit einem infrarenalen oder juxtarenalen AAA 5,5 cm oder größer sollen einer elektiven AAA-Versorgung zugeführt werden.
  • Eine AAA-Versorgung kann bei Patienten mit infrarenalem oder juxtarenalem AAA von 5,0 bis 5,4 cm erwogen werden.
  • Bei Frauen sollte die invasive Versorgung in Betracht gezogen werden, wenn der maximale Aortendurchmesser 5,0 cm erreicht hat.
  • Bei einer AAA-Größenzunahme von > 10 mm/Jahr soll unabhängig vom AAA-Durchmesser eine Indikation zur konventionellen offenen Operation (OAR [Gefäßersatz über eine Laparotomie]) oder endovaskulären Intervention (EVAR [interventionelles Einbringen einer Gefäßstütze]) gesehen werden.“

Weder die Leitlinien der Society for Vascular Surgery (SVS) (4) noch die der European Society for Vascular Surgery (ESVS) (5) geben für Männer an, dass bereits ab 5,0 cm die Intervention „erwogen“ werden kann. Angemerkt sei, dass sich diese Empfehlungen ausschließlich auf das fusiforme AAA beziehen (Abbildung 1). Aufgrund mangelnder Daten können zur Operationsindikation beim exzentrischen sacciformen AAA keine evidenzbasierten Aussagen gemacht werden. Sacciforme Aneurysmen gelten als selten (5). In einer Analyse von 206 rupturierten AAA wurden sie in 4,4 % der Fälle beobachtet (6). Generell wird aber beim sacciformen AAA (Abbildung 2) aufgrund einer erhöhten Rupturgefahr die Indikation zum Eingriff früher als beim fusiformen AAA gestellt.

Zustand nach endovaskulärer Versorgung eines fusiformen Bauchaortenaneurysmas bei einem 85-jährigen Patienten: a) vor; b) nach endovaskulärer Versorgung
Abbildung 1
Zustand nach endovaskulärer Versorgung eines fusiformen Bauchaortenaneurysmas bei einem 85-jährigen Patienten: a) vor; b) nach endovaskulärer Versorgung
Exzentrisches sacciformes Bauchaortenaneurysma bei einem 66-jährigen Patienten: a) vor; b) nach endovaskulärer Versorgung
Abbildung 2
Exzentrisches sacciformes Bauchaortenaneurysma bei einem 66-jährigen Patienten: a) vor; b) nach endovaskulärer Versorgung

De facto werden diese Indikationsparameter allerdings häufig nicht beachtet, was dem Patientenwunsch entsprechen mag, bei einem einmal entdeckten AAA das Wachstum bis zum Interventionsgrenzwert nicht abwarten zu wollen, aber auch ökonomische Gründe hat.

In einer Analyse von 44 089 Patienten mit intaktem AAA (iAAA) in elf Ländern (7) reichte der Prozentsatz der Männer, die mit einem kleinen AAA < 5,5 cm operiert wurden, von 6 % (Island) und 16 % (Schweden) bis zu 40 % (USA) und 43 % (Deutschland). Eine andere länderübergreifende Untersuchung wies ebenfalls auf die erheblichen Unterschiede in der Operationsindikation hin. In dieser Untersuchung war die Rate rupturierter AAA-Versorgungen länderübergreifend nicht signifikant unterschiedlich. Sie wurde nicht dadurch beeinflusst, dass die Indikation zur Versorgung des iAAA in den einzelnen Ländern früher oder später gestellt wurde. Eine Versorgung kleinerer iAAA senkte demnach nicht die Rate rupturierter AAA, die zur Versorgung anstanden (8).

Wahl des Verfahrens bei intaktem abdominalen Aortenaneurysma

Die deutsche S3-Leitlinie empfiehlt für Patienten mit akzeptablem periprozeduralem Risiko EVAR und OAR in gleicher Weise – die pathologisch-anatomische Machbarkeit von EVAR vorausgesetzt (3). Nicht selten wird die Entscheidung von der Patientenpräferenz bestimmt, je nachdem, ob der Patient einen frühen Überlebensvorteil (dann EVAR) oder den Verzicht auf spätere Komplikationen und Kontrolluntersuchungen (dann OAR) höher gewichtet (Kasten). Ergebnisse, wie sie in drei neuen Metaanalysen der Literatur dargestellt sind, finden sich in Tabelle 1.

Krebsrisiko bei endovaskulärer Versorgung
Kasten
Krebsrisiko bei endovaskulärer Versorgung
Endovaskuläre (EVAR) versus offene (OAR) Versorgung des intakten abdominalen Aortenaneurysmas (Elektivversorgung), Ergebnisse der Metaanalysen
Tabelle 1
Endovaskuläre (EVAR) versus offene (OAR) Versorgung des intakten abdominalen Aortenaneurysmas (Elektivversorgung), Ergebnisse der Metaanalysen

Die Leitlinie der SVS (4) bezeichnet das endovaskuläre Vorgehen, wenn technisch pathoanatomisch möglich, als das alleinige Standardverfahren und sieht in OAR wegen der höheren perioperativen Morbidität und Letalität nur noch ein Alternativverfahren in speziellen Situationen. Die Leitlinie der ESVS (5) empfiehlt für Patienten mit längerer Lebenserwartung OAR wegen den etwas besseren Langzeitergebnissen als bei EVAR. Umgekehrt sieht sie in EVAR eindeutig Vorteile für Patienten, die eine begrenzte Lebenserwartung oder ein überdurchschnittliches Operationsrisiko haben. Zur präoperativen Abschätzung des Operationsrisikos bei EVAR und OAR empfehlen wir den DIGG-Risiko-Score des Deutschen Instituts für Gefäßmedizinische Gesundheitsforschung (DGG) (12).

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Versorgung des intakten abdominalen Aortenaneurysmas

Liu et al. (13) fanden in einer Metaanalyse (32 Kohortenstudien, 74 969 Patienten) bei Frauen nach EVAR eine signifikant höhere 30-Tage-Letalität im Vergleich zu Männern (Odds Ratio 1,67; 95-%-Konfidenzintervall [1,50; 1,87]; p < 0,001). Auch waren bei Frauen die Raten an weiteren Komplikationen wie Ischämie im Bereich der unteren Extremitäten, an renalen und kardialen Komplikationen nach EVAR höher als bei Männern. Darüber hinaus war das langfristige Überleben bei Frauen reduziert (Hazard Ratio 1,23; [1,09; 1,38]; p = 0,001). Hinsichtlich frühen und späten Reinterventionen oder Endoleaks konnten hingegen keine signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschiede nachgewiesen werden. Als Gründe für die ungünstigeren Ergebnisse nach EVAR bei Frauen im Vergleich zu Männern nannten die Autoren zum einen den relativ größeren AAA-Durchmesser bei Intervention, wenn die Intervention wie bei Männern bei einem Durchmesser von 5,5 cm indiziert wird (Frauen haben kleinere Aortendurchmesser), zum anderen das höhere Lebensalter der Frauen im Vergleich zu Männern und die ungünstigeren anatomischen Voraussetzungen mit schmaleren Zugangsgefäßen bei endovaskulärer Intervention und eine ungünstigere Aneurysmahals-Anatomie. Damit bestätigten sich die Ergebnisse einer früheren Metaanalyse (14), in der ebenfalls gezeigt wurde, dass die AAA morphologisch bei Frauen weniger als bei Männern für EVAR geeignet sind und dass die 30-Tage-Letalität bei Frauen sowohl nach EVAR als auch nach OAR beinahe zweimal so hoch ist wie bei Männern.

Als Konsequenz wird gefordert, bei Frauen die Indikation zur Intervention bei geringerem Aneurysmadurchmesser zu stellen, bessere Endografts zu entwickeln und wegen des erhöhten Risikos Frauen bevorzugt in spezialisierten Zentren zu versorgen, die sowohl mit EVAR als auch mit dem offenen Vorgehen ausreichende Erfahrung haben.

Komplexe abdominale Aortenaneurysmen

Eine technisch herausfordernde Situation mit entsprechend höherer Komplikationsrate stellen komplexe AAA dar, definiert als juxta-, para- oder suprarenale AAA. Wie hier die Ergebnisse bei EVAR versus OAR aussehen, überprüften Doonan et al. (15) in einer Metaanalyse auf Basis von 15 nicht randomisierten Studien und 5 121 Patienten (1 506 EVAR, 3 615 OAR). EVAR war mit einer signifikant niedrigeren 30-Tage-Letalität im Vergleich zu OAR (Odds Ratio [OR] 0,50; [0,34; 0,74]; p < 0,001) und niedrigeren Rate an akutem postoperativem Nierenversagen assoziiert (OR 0,50; [0,28; 0,89]; p = 0,02), hatte aber die höhere Rate an Rückenmarksischämien. Jedoch waren hier die absoluten Unterschiede gering (EVAR 1,23 %; OAR 0,31 %). Die Rate an Darmischämien und die Kranken­haus­auf­enthaltsdauer waren nach EVAR ebenfalls geringer beziehungsweise kürzer als nach OAR. Die Angaben zum Langzeitergebnis waren limitiert, ließen aber keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Verfahren erkennen; allerdings war die Reinterventionsrate nach EVAR höher. Die Daten sprechen dafür, dass Patienten mit Komorbidität vom endovaskulären Vorgehen profitieren.

Symptomatische abdominale Aortenaneurysmen

Als symptomatisch wird ein AAA bezeichnet, wenn es Beschwerden wie Schmerzen hervorruft, ohne dass es zu einer Lücke in der Aortenwand gekommen ist. Bei der Exploration findet sich kein retroperitoneales Hämatom. Patienten mit symptomatischem AAA haben ein höheres perioperatives Risiko als solche mit asymptomatischem AAA.

Soden et al. (16) fanden in der Datenbank des National Surgical Quality Improvement Program (NSQIP) 4 495 asymptomatische AAA und stellten sie 455 symptomatischen AAA gegenüber. Im AAA-Durchmesser unterschieden sich beide Gruppen nicht signifikant, jedoch war im multivariablen Modell nach Adjustierung der Daten die postoperative 30-Tage-Letalität bei symptomatischen AAA doppelt so hoch wie bei asymptomatischen Patienten (OR 2,1; [1,3; 3,5]). Dies galt für OAR und EVAR gleichermaßen, wobei allerdings bei EVAR die Klinikletalität der symptomatischen AAA mit 3,8 % niedriger war als bei OAR mit 7,7 %. Auch im niederländischen Register wurde eine signifikant höhere 30-Tage-Letalität bei der Versorgung symptomatischer AAA im Vergleich zu asymptomatischen AAA beobachtet. Auch hier waren die Ergebnisse nach EVAR im Vergleich zu OAR besser (17).

Rupturiertes abdominales Aortenaneurysma – Prognose

Das rupturierte abdominale Aortenaneurysma (rAAA) stellt einen Notfall dar, der sofort behandelt werden muss. Eine populationsbezogene Erhebung (10 724 Personen, davon 24,4 % Frauen) in Schweden aus den Jahren 2001 bis 2015 demonstriert die Problematik des Therapie-Zeitverzugs, analysiert nach Geschlechtern (18). Frauen mit rAAA waren im Mittel mit 79,7 Jahren signifikant älter als Männer, die im Mittel 76,1 Jahre alt waren. Die Sterblichkeit aller Patienten (ins Krankenhaus eingewiesene und nicht eingewiesene Patienten) mit rAAA lag bei den Frauen bei 81,1 %, bei den Männern bei 68,5 %. Im Krankenhaus behandelt wurde lediglich gut die Hälfte aller dort eingewiesenen Patienten mit rAAA (52,7 %), Frauen statistisch signifikant seltener als Männer (Tabelle 2). Frauen hatten auch nach rAAA-Versorgung die statistisch signifikant höhere Letalität bis über ein Jahr nach dem Eingriff. In der postoperativen Komplikationsrate unterschieden sich Frauen (35,1 %) und Männer (33,1 %) aber nicht wesentlich.

Geschlechtsspezifische Prognose von Patienten mit rupturiertem adominalem Aortenaneurysma nach Krankenhausaufnahme (Schweden 2001 – 2015, populationsbezogene Erhebung [18])
Tabelle 2
Geschlechtsspezifische Prognose von Patienten mit rupturiertem adominalem Aortenaneurysma nach Krankenhausaufnahme (Schweden 2001 – 2015, populationsbezogene Erhebung [18])

Eine vergleichende Analyse der Sterblichkeit des rAAA in England und den USA belegt die hohe Zahl der Patienten mit rAAA, die nach Krankenhausaufnahme nur noch nichtkorrigierend therapiert wurden. In England waren dies 41,6 % der Patienten, in den USA 19,6 % (p < 0,0001) (19). Die Rate an Patienten mit rAAA, bei denen im Krankenhaus die Indikation zur Intervention gestellt wurde, war sowohl in England als auch in den USA statistisch signifikant höher, wenn die Patienten in Lehrkrankenhäuser eingewiesen wurden, was für die Einweisung dieser Patienten in Schwerpunktkrankenhäuser spricht. In dieser Untersuchung wurden die Krankenhäuser zusätzlich nach der Bettenkapazität klassifiziert. Sowohl in den USA als auch in England wurden die besten Ergebnisse in den Krankenhäusern mit der höchsten Bettenkapazität erzielt. Die gleiche Beobachtung machten Fierro et al. (20) in Katalonien, wo 69,2 % der in Schwerpunktkrankenhäusern eingewiesenen Patienten einer Intervention unterzogen wurden, im Vergleich zu lediglich 29,5 % der in kommunale Krankenhäuser eingewiesenen Patienten.

Wahl des Verfahrens beim rupturierten abdominalen Aortenaneurysma

Sowohl die Leitlinien der SVS (4) als auch die der ESVS (5) empfehlen stark die endovaskuläre Versorgung des rupturierten AAA, wenn dies technisch möglich ist; der Evidenzgrad der Empfehlung wurde mit C beziehungsweise B festgesetzt. Ob rupturierte Aneurysmen besser endovaskulär oder offen angegangen werden sollen, überprüften vor Kurzem Kontopodis et al. (21) anhand einer Metaanalyse von 136 Studien (267 259 Patienten; EVAR 58 273, OAR 208 986). Darunter befanden sich 109 Vergleichsuntersuchungen, inklusive vier randomisierte Studien. Die gepoolte perioperative Letalität machte im Metaregressionsmodell nach EVAR 0,245 [0,234; 0,257], nach OAR 0,378 [0,364; 0,392] aus. Damit war EVAR mit einer signifikant geringeren perioperativen Sterblichkeit assoziiert (OR 0,54 [0,51; 0,57], p < 0,001). Bei OAR, nicht aber bei EVAR, fand sich außerdem eine signifikante inverse Assoziation von Klinikletalität zu Krankenhausfallaufkommen, mit besseren Ergebnissen in Hochvolumenkrankenhäusern. Insgesamt hatten sich sowohl nach EVAR als auch nach OAR die Ergebnisse über die Jahre 2002 bis 2019 verbessert, wobei der Unterschied zwischen EVAR und OAR zugunsten von EVAR zugenommen hatte.

Varkevisser et al. (22) überprüften ebenfalls, ob sich die 5-Jahres-Überlebensraten nach endovaskulärer und offener Versorgung des rAAA in den letzten vierzehn Jahren verändert haben. Für EVAR konnten sie eine Veränderung feststellen, nicht aber für OAR. In der späten Kohorte (Eingriffe der Jahre 2014–2018) war EVAR mit einer signifikant höheren Überlebensrate assoziiert als OAR – ein Ergebnis, das für die Versorgung des rAAA mit EVAR spricht. Weitere Ergebnisse zur Versorgung des rAAA finden sich in Tabelle 3.

Ergebnisse nach endovaskulärer (EVAR) und offener (OAR) Versorgung des rupturierten abdominalen Aortenaneurysmas
Tabelle 3
Ergebnisse nach endovaskulärer (EVAR) und offener (OAR) Versorgung des rupturierten abdominalen Aortenaneurysmas

In der randomisierten IMPROVE-Studie wiesen Patienten mit rAAA, die unter Lokalanästhesie mit EVAR versorgt wurden, eine signifikant niedrigere 30-Tage-Letalität auf als Patienten mit EVAR unter Allgemeinanästhesie (28). Diese Ergebnisse wurden mittlerweile in Registererhebungen bestätigt (29, 30, 31). EVAR sollte bei Patienten mit rAAA – wenn möglich – unter Lokalanästhesie erfolgen.

Versorgung in Zentren, Mindestmengen

Mindestmengenanforderungen bei der elektiven AAA-Versorgung gibt es in Deutschland nicht. Bisher konnten in der Literatur keine allgemein verbindlichen Mindestmengen definiert werden (32). Allerdings berechneten Nimptsch und Mansky (33) bei der Auswertung von 22 227 elektiven OAR (deutsche DRG-Daten [DRG, diagnosebezogene Fallgruppen]) einen Grenzwert von wenigstens 18 OAR jährlich, damit die Kliniksterblichkeit bei offener Versorgung unter den Durchschnitt fällt. Trenner et al. (34) fanden bei Auswertung der DRG-Daten der Jahre 2012–2016 ebenfalls eine signifikante Korrelation zwischen hoher jährlicher Fallzahl und niedriger Krankenhausletalität. Sie sahen die Forderung nach einer Mindestmenge von 30 AAA/Jahr als sinnvoll und praktikabel an.

Follow-up nach endovaskulärer Aneurysmaversorgung

In der deutschen S3-Leitlinie (3) wie auch in anderen (4, 5) wird für Patienten mit EVAR eine langfristige (lebenslange) periodische bildgebende Überwachung gefordert, bevorzugt Duplexsonografie als kosteneffektivste Strategie (35). Sie dient dazu, Endoleaks zu kontrollieren, die Stabilität oder das Schrumpfen des ausgeschalteten Aneurysmasacks zu dokumentieren und eventuell notwendige Reinterventionen zu planen.

Inwieweit diese Empfehlungen in der täglichen Praxis tatsächlich umgesetzt werden und welche Folgen eine Nicht-Compliance hat, überprüften Grima et al. (36) in einer systematischen Übersicht (sieben Studien, 14 311 Patienten). Sie kamen zu dem Schluss, dass circa 42 % der Patienten die Empfehlungen nicht einhielten. In der Gesamtsterblichkeit fanden sich nach fünf Jahren keine Unterschiede zwischen Compliance- und Nicht-Compliance-Patienten. Eine langfristige bildgebende Überwachung ist jedoch insbesondere nach EVAR unabdingbar. Bei der hohen Zahl an Patienten, die die empfohlenen Überwachungsintervalle nach EVAR nicht befolgen, wird gefordert, die Follow-up-Programme stärker zu individualisieren. Grootes et al. (37) entwickelten hierzu aufgrund der Daten der EVAR 1- und 2-Trials (38, 39) ein Cox-Regressionsmodell und kamen zu der Feststellung, dass eine intensive Nachsorge nur Patienten benötigen, bei denen es zu einem Aneurysmawachstum von mehr als 1 mm im Jahr kommt. Fünf Jahre nach der Operation hatten 85 % der Patienten, bei denen eine Aneurysmaruptur beobachtet wurde oder bei denen ein rupturverhindernder Eingriff in den nächsten zwei Jahren notwendig war, ein Aneurysmawachstum von mehr als 1 mm pro Jahr (37). Umgekehrt könnten bei einem Aneurysmawachstum von unter 1 mm/Jahr etwa die Hälfte aller Fälle als risikoarm eingestuft und weitere Überwachungen in diesem Kollektiv reduziert werden.

Interessenkonflikt
Prof. Schmitz-Rixen ist Geschäftsführer des Deutschen Insituts für Gefäßmedizinische Gesundheitsforschung (DIGG gGmbH). Dort wird ein themenbezogenes Register geführt. Er bekam Studienunterstützung (Drittmittel) von der Firma Medtronic.

Prof. Böckler erhielt Honorare für eine Beratertätigkeit, Kongressgebühren- und Reisekostenerstattung von den Firmen W. L. Gore & Ass. und Medtronic. Für Vorträge wurde er honoriert von den Firmen W. L. Gore & Ass., Medtronic und Abbott. Studienunterstützung (Drittmittel) wurde ihm zuteil von W. L. Gore & Ass., Medtronic, Cook Medical und Siemens.
Er bekam Honorare für Gutachtertätigkeit, bei der ein Bezug zum Thema besteht, von diversen Landgerichten.

Prof. Grundmann erhielt Honorare für Gutachtertätigkeiten, bei denen ein Bezug zum Thema bestand, von Gerichten.

Prof. Vogl erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 28. 4. 2020, revidierte Fassung angenommen: 24. 7. 2020

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Reinhart T. Grundmann
Deutsches Institut für Gefäßmedizinische Gesundheitsforschung (DIGG)
der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin
Robert-Koch-Platz 9, 10115 Berlin
grundmann@medsachverstand.de

Zitierweise
Schmitz-Rixen T, Böckler D, Vogl TJ, Grundmann RT: Endovascular and open repair of abdominal aortic aneurysm.
Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 813–9. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0813

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
www.aerzteblatt-international.de

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Dieser Beitrag wurde von der Nordrheinischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung zertifiziert. Die Fragen zu diesem Beitrag finden Sie unter http://daebl.de/RY95. Einsendeschluss ist der 26. 11. 2021.

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Klinik für Gefäß- und Endovascularchirurgie und des Universitären Wundzentrums, Klinikum der Goethe-Universität, Frankfurt/Main: Prof. Dr. med. Thomas Schmitz-Rixen
Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie, Universitätsklinikum Heidelberg: Prof. Dr. med. Dittmar Böckler
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie,
Klinikum der Goethe-Universität, Frankfurt/Main: Prof. Dr. Dr. med. Thomas J. Vogl
Deutsches Institut für Gefäßmedizinische Gesundheitsforschung (DIGG) der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin, Berlin: Prof. Dr. med. Reinhart T. Grundmann
Zustand nach endovaskulärer Versorgung eines fusiformen Bauchaortenaneurysmas bei einem 85-jährigen Patienten: a) vor; b) nach endovaskulärer Versorgung
Abbildung 1
Zustand nach endovaskulärer Versorgung eines fusiformen Bauchaortenaneurysmas bei einem 85-jährigen Patienten: a) vor; b) nach endovaskulärer Versorgung
Exzentrisches sacciformes Bauchaortenaneurysma bei einem 66-jährigen Patienten: a) vor; b) nach endovaskulärer Versorgung
Abbildung 2
Exzentrisches sacciformes Bauchaortenaneurysma bei einem 66-jährigen Patienten: a) vor; b) nach endovaskulärer Versorgung
Krebsrisiko bei endovaskulärer Versorgung
Kasten
Krebsrisiko bei endovaskulärer Versorgung
Endovaskuläre (EVAR) versus offene (OAR) Versorgung des intakten abdominalen Aortenaneurysmas (Elektivversorgung), Ergebnisse der Metaanalysen
Tabelle 1
Endovaskuläre (EVAR) versus offene (OAR) Versorgung des intakten abdominalen Aortenaneurysmas (Elektivversorgung), Ergebnisse der Metaanalysen
Geschlechtsspezifische Prognose von Patienten mit rupturiertem adominalem Aortenaneurysma nach Krankenhausaufnahme (Schweden 2001 – 2015, populationsbezogene Erhebung [18])
Tabelle 2
Geschlechtsspezifische Prognose von Patienten mit rupturiertem adominalem Aortenaneurysma nach Krankenhausaufnahme (Schweden 2001 – 2015, populationsbezogene Erhebung [18])
Ergebnisse nach endovaskulärer (EVAR) und offener (OAR) Versorgung des rupturierten abdominalen Aortenaneurysmas
Tabelle 3
Ergebnisse nach endovaskulärer (EVAR) und offener (OAR) Versorgung des rupturierten abdominalen Aortenaneurysmas
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