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Eylea®-Fertigspritze richtig vorbereiten und injizieren – Die Bayer (Schweiz) AG informiert in Abstimmung mit der Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic über die korrekte Vorbereitung und Injektion von Eylea®-Fertigspritze (Aflibercept): Eine nicht sachgerechte Vorbereitung und Anwendung der Fertigspritze kann zu einem größeren Injektionsvolumen führen. Dies birgt das Risiko eines kurzzeitigen Anstiegs des Augeninnendrucks.

Die Fertigspritze enthält mehr als die empfohlene Dosis von 2 mg Aflibercept (entspricht 50 μl Injektionslösung), sodass das entnehmbare Volumen der Spritze nicht vollständig genutzt werden darf. Die überschüssige Menge ist vor der Injektion zu verwerfen. Die Eylea®-Fertigspritze wird intravitreal zur Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) sowie bei Visusbeeinträchtigung durch andere Augenerkrankungen angewendet. mls

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Quelle: Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Drug Safety Mail 2020–66

CGRP-Rezeptor-Antikörper: Langanhaltend wirksam bei Migräne – Mit der Zulassung der CGRP-(Calcitonin Gene-Related Peptide-)Rezeptor-Antikörper hat sich ein deutlicher Fortschritt bei der Migräneprophylaxe realisiert. Inzwischen liegen für Erenumab Langzeitdaten über 5 Jahre vor. Sie bescheinigen dem Wirkstoff eine anhaltende Wirksamkeit bei weiterhin gutem Verträglichkeits- und Sicherheitsprofil, erläuterte Prof. Dr. med. Uwe Reuter, kaufmännischer Leiter der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie der Charité in Berlin auf einer Veranstaltung von Novartis.

Erenumab reduzierte laut Reuter in der Open-Label-Extension der randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden Phase-2-Studie bei den 215 Patienten, die über die gesamte Beobachtungsdauer in der Studie verblieben, die monatlichen Migränetage (MMD) im Mittel um 5,3 Tage. So gingen die MMD von durchschnittlich 8,7 Tagen bei Studienbeginn auf 3,4 Tage im 5-Jahres-Follow-up zurück. Zudem führte die Behandlung mit Erenumab nach 5 Jahren bei knapp 70 % der Patienten zu einer Reduktion der MMD um mindestens 50 % und bei 48 % zu einer Reduktion um 75 %. Bei 35,8 Prozent der Studienteilnehmer war sogar ein vollständiger Rückgang der Migränetage zu verzeichnen.

Gleichzeitig reduzierte sich die migränespezifische Akutmedikation. Während die Teilnehmer bei Studienbeginn im Mittel an 6,2 Tagen im Monat eine Akutmedikation benötigten, war dies nach 5 Jahren nur noch an 1,8 Tagen im Monat der Fall. Reuter hob hervor, dass die Verträglichkeit der Medikation anhaltend gut war und auch bei der Langzeiteinnahme keine neuen Sicherheitssignale auftraten. Der Wirkstoff hat aus seiner Sicht das Potenzial, die Versorgung von Patienten mit episodischer Migräne langfristig zu verbessern. Weltweit werden mittlerweile rund 480 000 Patienten mit dem CGRP-Rezeptor-Antikörper behandelt. CV

Quelle: Pressegespräch „Patientenversorgung bei MS und Migräne – Status, Chancen und Perspektiven“, 10. November 2020, Veranstalter: Novartis Pharma GmbH

Ponesimod bei schubförmig remittierender MS – Patienten mit schubförmig remittierender Multiple Sklerose (RRMS) profitieren in vielerlei Hinsicht von dem neuen oralen S1P-Rezeptor-Modulator Ponesimod. Das zeigen Daten der doppelblinden Phase-3-Studie OPTIMUM, in der Ponesimod 20 mg direkt mit Teriflunomid 14 mg verglichen wurde.

In die Studie waren 1 133 Patienten mit aktiver RRMS im Alter von 18 bis 55 Jahre eingeschlossen. Nach 108 Wochen zeigte sich, dass Ponesimod die jährliche Schubrate im Vergleich zu Teriflunomid um 30 % reduzierte und die Zahl der Läsionen im Gehirn (Combined Unique Active Lesions) um 56 %.

Patienten, die Ponesimod einnahmen, hatten außerdem einen signifikant geringeren Hirnvolumenverlust und litten unter weniger Fatigue-Symptomen als die Vergleichsgruppe – bei besseren feinmotorischen Fähigkeiten. Ponesimod unterscheidet sich von anderen Medikamenten dieser Substanzklasse durch eine hohe S1P-Selektivität und eine relativ kurze Halbwertszeit von 7 Tagen. Das bedeutet, dass sich die Leukozyten schneller erholen. Hersteller Janssen rechnet Mitte nächsten Jahres mit einer Zulassung in Europa. ham

Quelle: Virtueller Pipeline-Presseworkshop „Neue Daten zu Ponesimod bei schubförmig remittierender MS (RRMS)“, 12. November 2020; Veranstalter: Janssen Deutschland

Diabetes-Management: Leitlinienempfehlungen und individuelle Therapie – Laut Prof. Dr. med. Thomas Haak, Chefarzt am Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim, gelte es zum Beispiel bei Typ-2-Diabetes, diejenige Therapieoption zu wählen, die für den individuellen Patienten am günstigsten ist und die jeweiligen Risikofaktoren am besten adressieren kann.

Insbesondere die kardiovaskuläre (CV-)Mortalität sei bei Typ-2-Diabetes hoch. Hier bilde die CV-Outcome-Studie REWIND (Researching Cardiovascular Events with a Weekly INcretin in Diabetes) eine recht repräsentative Praxispatienten-Population ab: Bei einem breiten Kollektiv mit Typ-2-Diabetes zeigte Dulaglutid (Trulicity®, Lilly) 1,5 mg eine klinisch relevante 12%ige relative Risikoreduktion schwerwiegender CV-Ereignisse (MACE-3; kardiovaskulärer Tod, nichttödlicher Myokardinfarkt oder nichttödlicher Schlaganfall).

Der Behandlungszeitraum betrug median 5,4 Jahre. Der MACE-3-Effekt war unabhängig davon, ob bereits eine klinisch manifeste CV-Vorerkrankung vorlag oder nicht. Darüber hinaus konnte unter dem GLP-1-Rezeptor-Agonisten eine im Median über 5 Jahre anhaltende Wirksamkeit versus Placebo hinsichtlich Senkung des HbA1c (–0,61 %; p <0,0001) und der Reduktion des Körpergewichts (–1,46 kg; p <0,0001) erreicht werden. BB

Quelle: Virtuelles Symposium „Patient oder Partner – Leitlinien in die Praxis übersetzt. Klinik und Praxis im Dialog“ im Rahmen der 14. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft, 7. November 2020; Veranstalter: Lilly

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