ArchivRechercheArzneimittel: Ärztliche Tätigkeit von Politik trennen

SPEKTRUM: Leserbriefe

Arzneimittel: Ärztliche Tätigkeit von Politik trennen

Lenschow, E.

Zu dem Beitrag "Rationierte Arzneimittelversorgung?" von Dr. med. Peter Schwoerer in Heft 43/1996
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Vor etwa zwei Wochen erhielt ich als Beilage zum Württembergischen Ärzteblatt die Neufassung der Berufsordnung vom 18. September 1996. Paragraph 1 Abs. 1 enthält unter der Überschrift "Berufsausübung" die Bemerkung: Der ärztliche Beruf ist kein Gewerbe. Er ist seiner Natur nach ein freier Beruf.
Wenn man die Diskussion der letzten Wochen und Ihren Leitartikel durchliest, kommt man zu der Schlußfolgerung, daß der Paragraph 1 Abs. 1 der Berufsordnung nicht mehr erfüllt wird. Wenn dies so ist, dann müßten eigentlich die Standesorganisationen entweder das Berufsbild neu beschreiben oder aber dafür sorgen, daß der der Natur nach freie Beruf als solcher angesehen werden kann.
Der Leserbriefvorschlag von Herrn Dr. Schmerler ("Fatalistisch", Heft 43/1996) bietet meiner Meinung nach dazu die einzige Lösungsmöglichkeit. Die konzertierte Rückgabe der Kassenzulassungen würde sofort die Funktion der Kassenärztlichen Vereinigung außer Kraft setzen und gleichzeitig die ärztliche Tätigkeit von der Politik trennen. Dann erst könnte man die zur Zeit "abhängig" arbeitenden Ärzte als freiberuflich weiterhin mit Recht bezeichnen.
Dr. med. E. Lenschow, Fachkliniken Sonnenhof, Kirchstraße 2, 79862 Höchenschwand
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Stellenangebote

    Alle Leserbriefe zum Thema