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Paracelsus-Medaille für Dr. Ursula Auerswald

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Dr. med. Ursula Auerswald, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer und Präsidentin der Ärztekammer Bremen, wurde mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet, die ihr Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, der Präsident der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages, überreichte. Foto: Archiv/Bernhard Eifrig
Dr. med. Ursula Auerswald, Vizepräsidentin der Bundes­ärzte­kammer und Präsidentin der Ärztekammer Bremen, wurde mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet, die ihr Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, der Präsident der Bundes­ärzte­kammer und des Deutschen Ärztetages, überreichte. Foto: Archiv/Bernhard Eifrig
Für ihre herausragenden Verdienste um die ärztliche Selbstverwaltung und das Gesundheitswesen in Deutschland ist die Vizepräsidentin der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Präsidentin der Ärztekammer Bremen, Dr. med. Ursula Auerswald, am 15. Juni mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet worden. Bei der Verleihung der höchsten Auszeichnung der Ärzteschaft würdigte Bundes­ärzte­kammer-Präsident Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe ihren unermüdlichen Einsatz für ein patientengerechtes Gesundheitswesen. Ursula Auerswalds berufspolitisches Engagement habe stets der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient gegolten. Dafür habe sie sich in den Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung und in ärztlichen Berufsverbänden mit Tatkraft und Hingabe eingesetzt. „Mit Ursula Auerswald erhält eine hoch angesehene Persönlichkeit die Paracelsus-Medaille, die sich in der Ärzteschaft und weit darüber hinaus große Sympathien erworben hat“, betonte Hoppe.
Dr. Ursula Auerswald ist seit 1988 niedergelassene Anästhesistin in Bremen. Seit 1996 ist sie Präsidentin der Ärztekammer Bremen, zuvor war sie vier Jahre Vizepräsidentin der Bremer Ärztekammer. Seit 1999 amtiert sie auch als Vizepräsidentin der Bundes­ärzte­kammer. Beim 106. Deutschen Ärztetag im Mai 2003 in Köln wurde sie mit überwältigender Mehrheit in diesem Amt bestätigt.
Im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit engagierte sich Ursula Auerswald besonders für die Anliegen der Palliativmedizin, der Schmerztherapie und der Notfallmedizin. Als Vorsitzende des
Ausschusses „Notfall-/Katastrophenmedizin und Sanitätswesen“ der Bundes­ärzte­kammer hat sie maßgeblich an den wegweisenden Grundsatzpositionen der Bundes­ärzte­kammer zur Weiterentwicklung der Rettungsdienste und der notfallmedizinischen Versorgung in Deutschland mitgewirkt. Es ist ihrem Engagement zu verdanken, dass sich der 106. Deutsche Ärztetag 2003 in Köln ausführlich mit der palliativmedizinischen Versorgung in Deutschland befasste. Eindringlich warnte sie damals davor, die Behandlung und Betreuung von todkranken Menschen ökonomischen Erwägungen zu unterstellen.
Als Vizepräsidentin der Bundes­ärzte­kammer und Präsidentin der Ärztekammer Bremen gilt ihr besonderes Engagement auch der Kooperation mit anderen medizinischen Fachberufen sowie Selbsthilfe- und Patientenorganisationen. Seit 2000 ist sie Vorsitzende von Ausschuss und Ständiger Konferenz „Medizinische Fachberufe“ der Bundes­ärzte­kammer.
Besonders am Herzen liegt ihr die Unabhängige Patientenberatung Bremen, die sie als Präsidentin der Ärztekammer Bremen mitgegründet hat und deren Vorstandsvorsitzende sie seit der Gründung 1998 ist. Mit der Förderung dieser Beratungs- und Informationseinrichtung für Patienten hat Dr. Ursula Auerswald bewusst neue Wege in der Zusammenarbeit mit Partnern der Selbstverwaltung beschritten. Inzwischen ist die Einrichtung aufgrund ihres Modellcharakters und nicht zuletzt dank des Einsatzes von Auerswald bundesweit bekannt.
Basierend auf den langjährigen Erfahrungen der Patientenberatungsstelle in Bremen, initiierte Dr. Ursula Auerswald 2001 die Gründung eines Patientenforums bei der Bundes­ärzte­kammer, dem sich auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung anschloss. Damit verfolgte sie das Ziel, die Arbeit der Spitzenorganisationen der Ärzteschaft gegenüber Patientenvertretern und Selbsthilfeverbänden transparent zu machen. Zugleich eröffnete das Patientenforum als Plattform für den gemeinsamen Erfahrungsaustausch die Möglichkeit, die Sichtweise der Patientenvertreter in der Arbeit der ärztlichen Selbstverwaltung in stärkerem Maße zu berücksichtigen.
Wichtig ist Ursula Auerswald der gemeinsame Kampf der Ärzteschaft für bessere Arbeitsbedingungen in Klinik und Praxis. Auf ihre Initiative hin wurde die Entbürokratisierung ärztlicher Tätigkeit als besonderes Thema auf dem 107. Deutschen Ärztetag 2004 behandelt. Mit ihrer Kritik an der ausufernden Dokumentation gab sie nicht nur die Stimmung unter den Delegierten des Ärztetages wieder, sondern weckte auch in der Öffentlichkeit Verständnis für die Forderung nach einer Entbürokratisierung ärztlicher Tätigkeit. PdÄ
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