ArchivRechercheMehrarbeit: Ins gleiche Horn blasen
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LNSLNS Mit Interesse habe ich die seit Jahren geführten Diskussionen in Ihrem Blatt über die Arbeitsbedingungen von Ärzten verfolgt. Dies gipfelt nun in der unverfrorenen Aussage des Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der meint, dass viele Ärzte gern Mehrarbeit leisten würden – prinzipiell ja, wenn es nicht in unbezahlte Überstunden ohne Freizeitausgleich gipfelt, und die 60- bis 80-Stunden-Woche von den Verantwortlichen abgetan wird als „Investition in die (eigene berufliche) Zukunft“! Genau in dieses Horn bläst Herr Pföhler und zitiert nur die Minderheit der Assistenzärzte, die ins gleiche Horn blasen, um Karriere zu machen. Es gibt nun mal europäische und deutsche Arbeitsschutzgesetze, die sollen aber wohl nicht für Ärzte gelten – dies wollen auch unsere Politiker anscheinend so, aus „Sozialneid“. Wir Ärzte haben einen hohen moralischen und ethischen Beruf, damit sollten wir uns allerdings nicht erpressen lassen, sondern uns endlich wehren. Herr Pföhler sollte zur Kenntnis nehmen, dass es hoch qualifizierte Arbeit und vor allem Mehrarbeit nicht zum Nulltarif geben kann und darf – nach Gesetzeslage! Außerdem sollte er zur Kenntnis nehmen, dass Wissenschaftliche Mitarbeiter an Universitätskliniken sowohl für die Patientenversorgung als auch für Lehre und Forschung bezahlt werden, also ist die wissenschaftliche „Mehrarbeit“ nicht nur Privatvergnügen! . . .
Martin F. J. Bauer, Hähnelstraße 19, 12159 Berlin
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