szmtag IGeLn: Nebenerwerb ist längst Realität
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LNSLNS des persönlichen ärztlichen Ehrenkodex, mit dem die Ärztekammer wohl bei der überwiegenden Zahl der Kollegen offene Türen einrennt. Es liegt in der betriebswirtschaftlichen Logik, dass sich die Akteure nach weiteren Existenzmöglichkeiten umsehen, wenn die klassische Tätigkeit diese nicht mehr garantiert. Der „Nebenerwerbs-Kassenarzt“ ist vielfach bereits Realität. Aber es gibt ein meiner Ansicht nach noch viel gewichtigeres Problem, auf das in Ihrem Artikel nicht eingegangen wird: Es ist das zunehmende Ausweichen mancher Kollegen auf „alternativ-medizinische“ bis hin zu schamanistischen Methoden – die natürlich ebenfalls privat liquidiert werden. Während vonseiten der Politik eine „evidence
based“ Medizin eingefordert und „qualitätsgemanagte“ Programme in Form bürokratischen Wusts durchgedrückt werden, ist man zugleich nicht in der Lage, diese Medizin auch angemessen zu bezahlen. Wenn sich „alternative Medizin“ besser rechnet als wissenschaftsbasierte Medizin, kommt das einem (sicher ungewollten) Programm zur Förderung der Scharlatanerie gleich. (Womit natürlich nicht gesagt werden soll, jede alternativmedizinische Methode sei Scharlatanerie.) Wenn die Bundes­ärzte­kammer also einen Ehrenkodex verabschieden will, ist das nur sinnvoll, wenn mit entsprechender Entschiedenheit auch eine endlich wieder angemessene Honorierung der wissenschaftsbasierten Leistungen eingefordert wird.
Dr. med. Burkhard Gmelin, Albrecht-Dürer-Platz 11, 90403 Nürnberg
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