ArchivRechercheStatine: Regeln evidenzbasierter Medizin
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LNSLNS In seinem Kommentar zur Nutzenbewertung der Statine durch das IQWiG postuliert Prof. Greten, das Institut sei in seiner Schlussfolgerung von den Regeln der evidenzbasierten Medizin (EbM) abgewichen. Ohne an dieser Stelle auf den inhaltlichen Gegenstand des Kommentars eingehen zu wollen, sei doch die Frage nach der Evidenzbasis erlaubt, mit welcher der Autor seine Argumentation stützt. Der Hinweis auf einen Konsens nationaler und internationaler Fachgesellschaften bezüglich einer bestimmten Fragestellung, unterstützt durch die Aussagen gängiger Lehrbücher für Medizinstudierende als zusätzliche Evidenzbasis, ist nach den EbM-Kriterien – so pauschal – nicht geeignet, eine Aussage valide zu begründen. Wesentliches Kriterium zur Bewertung von Evidenz ist die Qualität der zugrunde liegenden Information, nicht die Quantität oder Homogenität. Prinzipiell entscheidend ist nicht, ob Inhalte und Aussagen von Fachgesellschaften oder medizinischen Lehrbüchern einander entsprechen, sondern ob die Grundlagen, auf denen diese Aussagen fußen, qualitativ hochwertig und belastbar sind. Somit bietet es sich unseres Erachtens an, die Qualität der Evidenzbasis zu prüfen und nach den Regeln der EbM zu bewerten, die nach Ansicht des Autors gegen die vom IQWiG getroffenen Schlussfolgerungen stehen. Möglicherweise wird dies erneut ungläubige Überraschung auslösen.
Lars Gerrit Hemkens,
Andreas Waltering, DIeM – Institut für evidenzbasierte Medizin GmbH,
Venloer Straße 301–303, 50823 Köln
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