ArchivRechercheIntraoperative Prozesszeiten im prospektiven multizentrischen Vergleich: Schlusswort
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LNSLNS Der Titel unserer Arbeit lautete „Intraoperative Prozesszeiten im prospektiven multizentrischen Vergleich“. Genau dies war auch Gegenstand der Studie.

Bezüglich der Vermutung von Herrn Spirkl, dass wir (sozusagen als Rundum-Sorglos-Paket) gleich die Optimierungsmaßnahmen mitliefern, war wohl sein eigener Wunsch Vater des Gedanken. Verständlich. Denn der Druck auf die Leistungsprozesse ist groß.

Doch die Realität zeigt: „Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt“. Und dieser besteht in der Erhebung des Ist-Zustands, so wie in der Studie gezeigt. Dabei ist die Stichprobengröße vorab als statistisch aussagekräftig getestet worden. Wir haben hier den Kompromiss gewählt zwischen ausreichender Datenmenge und Praktikabilität der Studiendurchführung. Denn besser ausreichend belastbare Daten generieren, als über optimale Daten spekulieren.

Wünschenswert sind aber sicher größere Kollektive. Wir erarbeiten daher aktuell eine Internet-basierte Online-Erfassung dieser Prozesszeiten mit dem Ziel einer wachsenden Benchmark-Datenbank (Präsentation auf dem DAC 2008 geplant).

Wir sind mit unserer Studie aber nicht nur diesen einen Schritt, sondern zwei Schritte auf dem langen Marsch gegangen. Denn wir konnten Hinweise aufzeigen, dass Weiterbildungseffekte eine wesentliche Rolle spielen könnten. Zur Fehleranalyse müssen nun, wie von Herrn Spirkl korrekt erwähnt, „die Prozesse mit den Beteiligten bis in die Detailebene untersucht und hinterfragt werden.“

Ich hoffe sehr, dass wir Herrn Spirkl als Qualitäts- und Prozessmanager durch unsere Vorarbeit motivieren konnten, die weiteren Schritte auf diesem Marsch durch eigene Arbeiten mit in Angriff zu nehmen.
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0188b

PD Dr. P.H. Dr. med. Martin Bauer
Forschungsgruppe Perioperative Versorgungsforschung
Klinik für Anästhesiologie u. Operative Intensivmedizin
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Schwanenweg 21
E-Mail: bauer@anaesthesie.uni-kiel.de


Interessenkonflikt
Die Autoren beider Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

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