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Wertpapiere des Bundes – Neu: Wiederanlage laufender Zinsen

Hölbüng, Hannelore

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LNSLNS Die Bundesschuldenverwaltung bietet Besitzern von Schatzbriefen und Bundesobligationen seit kurzem einen neuen unentgeltlichen Service.
Wer bei Wertpapieren nach der Devise "Kaufen und liegenlassen" verfährt, kann sich als Inhaber eines Schuldenbuchkontos bei der Bundesschuldenverwaltung (BSV) einen weiteren gebührenfreien Service sichern: Das Amt in Bad Homburg legt auf Wunsch die laufenden Zinsen von Schatzbriefen und Bundesobligationen wieder an. Es kommt mit diesem Angebot allen ein kleines Stück entgegen, die immer wieder ihr Unverständnis darüber äußerten, daß man als Schuldbuchgläubiger seine Papiere nicht über die BSV ordern kann. Zumindest in Höhe der laufenden Zinsen ist das jetzt möglich. Der Auftrag wird mit Vordruck (BSV-Form WA-Zins) erteilt und gilt zunächst für die jeweils anstehende Zinszahlung. Einige Einschränkungen sind allerdings hinzunehmen:
¿ Die Zinsfälligkeiten dürfen nicht mit der Endfälligkeit der Anlagesumme zusammenfallen. Für die Wiederanlage solcher Schuldbuchforderungen gilt ein gesondertes Formular (BSV-Form S 58340).
À Der Auftrag muß spätestens zehn Geschäftstage vor Zinsfälligkeit vorliegen. Anweisungen per Fax können nicht berücksichtigt werden, weil sie keine verbindliche Unterschrift tragen.
Á Zum Kauf neuer Papiere kann nur der Betrag eingesetzt werden, der netto (gegebenenfalls nach Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag zur Verfügung steht.
 Die Bundestitel werden zu den Konditionen erworben, die zwei Geschäftstage vor Fälligkeit (Schlußtag) gelten. Damit ist sichergestellt, daß dem Anleger kein Zinstag verlorengeht.
à Sonderwünsche, wie zum Beispiel der Ausschluß bestimmter Serien, können nicht erfüllt werden.
Ä Die Wiederanlage erfolgt unter Berücksichtigung der Mindeststückelung und der Stückzinsen.
Å Die Deutsche Bundesbank führt den Wiederanlageauftrag zu ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus.
Æ Der Anleger erhält eine Kaufabrechnung: Spitzenbeträge, also den Kaufpreis übersteigende Summen, gehen auf das zum Schuldbuchkonto eingetragene Bankkonto. Beispiel: 420 DM an Zinsen sind frei geworden; dafür werden vier Schatzbriefe gekauft, und 20 DM gehen auf das Girokonto. Beträge unter zwei DM werden nur auf ausdrücklichen Wunsch überwiesen. Der Spitzenbetrag bleibt unverzinst.
Ç Der Kontoinhaber wird binnen zwei Wochen über die Gutschrift informiert.
È Änderungsaufträge werden nur bis zu zehn Tagen vor Fälligkeit berücksichtigt. Erhält die Bundesschuldenverwaltung nach Zugang des Wiederanlageauftrags die Order, die Schuldbuchforderung zu verkaufen beziehungsweise vorzeitig zurückzunehmen (Schatzbriefe), so gilt das als Widerruf des Wiederanlageauftrags.
Zur Zeit muß ein Anleger einen Auftrag noch vor jeder einzelnen Zinszahlung erteilen. In Kürze dürfte aber eine einzige Anweisung für alle im Jahr anfallenden Zinsen genügen. An der Regelung für einen längerfristigen Auftrag und die Einbeziehung börsennotierter Werte wird gearbeitet. Der Inhaber eines Schuldbuchkontos engt mit dem Wiederanlageauftrag seinen Dispositionsspielraum nicht ein. Er kann seinen Auftrag ja jederzeit widerrufen. Hannelore Hölbüng
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