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Ist eine Impfung nach überstandener SARS-CoV-2-Infektion sinnvoll?

Freitag, 19. Februar 2021

Eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinterlässt in den meisten Fällen eine gute Immunität, die vor einer weiteren Erkrankung schützen sollte. Es ist deshalb fraglich, ob Personen mit einem positiven Antikörpertest geimpft werden sollten.

2 Forscherteams haben jetzt die Reaktion des Immunsystems von seropositiven Probanden auf eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna untersucht.

In der Studie der Arbeitsgruppe um Viviana Simon von der Icahn School of Medicine in New York stiegen die Antikörpertiter nach der Impfung bereits in den ersten 4 Tagen stark an. Bei seronegativen Teilnehmern, also ohne frühere Infektion, kam es nach der 1. Impfdosis erst nach 9 bis 12 Tagen zum Anstieg der Antikörper.

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Die Antikörpertiter der vorimmunisierten Probanden waren nach der 1-Mal-Impfung 10 bis 20 Mal höher als in der Vergleichsgruppe nach der 1. Impfdosis. Sie waren auch mehr als 10-fach höher als nach der 2. Dosis der seronegativen Personen.

Simon hält aufgrund der Ergebnisse eine 2. Impfdosis für Personen mit früherer Infektion für unnötig.

Auch eine einmalige Impfdosis will überlegt sein. Die Ergebnisse zeigen nämlich, dass die systemischen Nebenwirkungen auf die Impfung stärker ausfielen. Der Anteil der Personen, die über Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Frösteln, Muskelschmerzen, Fieber und Gelenkschmerzen klagten, war deutlich höher als bei den seronegativen Personen, für deren Immunsystem die Impfung der erste Kontakt zu den Virusantigenen war.

Das Team um Mohammad Sajadi von der University of Maryland School of Medicine in Baltimore kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Die Forscher verglichen unter anderem die Impfreaktion von Personen, die bei der 1. Infektion erkrankt und solchen, die gesund geblieben waren. Unterschiede waren nicht erkennbar. Demnach hinterlässt auch eine asymptomatische Infektion in der Regel eine Immunität, die durch eine Einmalimpfung „geboostert“ werden kann.

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