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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skurril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbergen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

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Virtuelle Realität nimmt Kindern die Angst vor dem Piks

Freitag, 26. November 2021

Nichts lenkt Kinder so sehr ab wie elektronische Medien. Zu den neueren Entwicklungen gehören VR-Brillen, mit denen Spieler in die Welt der Computerspiele eintauchen können und dabei leicht die äußere Realität vergessen.

Mediziner des Children’s Hospital Los Angeles nutzen die virtuelle Realität (VR), um ihre jungen Patienten von den Schmerzen der Blutentnahme oder dem Anlegen eines intravenösen Zugangs abzulenken.

Vor den notwendigen Punktionen setzen die Patienten eine VR-Brille auf, um in einem Computer-Spiel einfache Aufgaben zu erledigen, die allerdings ihre volle Aufmerksamkeit erfordern. Viele Patienten bemerken dann gar keinen Schmerz, berichtet Jeffrey Gold. Auch die Angst vor der schmerzhaften Untersuchung nimmt ab.

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Der Pädiater hat die Wirkung der VR-Brillen in einer Studie an 107 Kindern im Alter von 10 bis 21 Jahren untersucht, die per Los einer normalen Untersuchung oder einer Untersuchung mit VR-Brille zugeteilt wurden.

Die Ergebnisse bestätigen den günstigen Eindruck. Nicht nur die Kinder selbst entschieden sich auf der FPS-R-Skala („Faces Pain Scale–Revised“) für ein freundlicheres Gesicht und auf der visuellen Analog-Skala schätzten sie ihre Angst vor und während des Eingriffs niedriger ein, wenn sie die VR-Brille aufsetzen konnten. Auch die bei der Untersuchung anwesenden Eltern fanden, dass ihre Kinder wesentlich entspannter auf die Untersuchung reagierten.

Zu den Gewinnern gehörten auch die Ärzte, die wissen, wie stark ein weinendes Kind, das einen notwendigen Eingriff verweigert, den Tagesablauf in einer Klinik stören kann.

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