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Von embryonaler Stammzellforschung bis Sterbehilfe – mit ethischen Themen vom Beginn bis zum Ende des Lebens werden Ärzte immer wieder konfrontiert. Gisela Klinkhammer, beim Deutschen Ärzteblatt zuständige Redakteurin für Medizinethik, setzt sich mit aktuellen Entwicklungen auseinander.

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Gemeinsamer Kampf gegen Benachteiligung von Menschen mit Behinderung

Mittwoch, 29. April 2009

 

 

Die Gesundheitsreformen der letzten Jahre waren für Menschen mit Behinderung alles andere als bedarfsgerecht. Darauf hat der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Jörg-Dietrich Hoppe, bereits Ende letzten Jahres eindrücklich aufmerksam gemacht. So ist die Gruppe der Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung in Deutschland überwiegend von Sozialhilfe abhängig.

Die Gesetzgebung der letzten Jahre hat aber die früheren Leistungen der Sozialhilfe praktisch vollständig beseitigt. Damit sich dies ändert, muss die Öffentlichkeit auf diese Missstände aufmerksam gemacht werden. Hoppe kündigte bereits an, dass sich die Bundes­ärzte­kammer in den nächsten Jahren verstärkt mit der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung befassen und zur Überwindung der dort eindeutig feststellbaren Unterversorgung beitragen wolle.

So wird sich der diesjährige Deutsche Ärztetag in Mainz intensiv mit dieser Thematik befassen. Erfreulicherweise haben die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland unter dem Motto „Gemeinsam mit Grenzen leben“ auch jetzt Behinderung auch zum diesjährigen Thema der „Woche für das Leben“ gemacht.

In vielen Ländern der Welt sei es schon in beträchtlichem Maße gelungen, kranken und behinderten Menschen ein Leben in Teilhabe an den gesellschaftlichen Bezügen zu ermöglichen. Dazu hätten medizinischer Fortschritt und professionelle Hilfe beigetragen, schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche, Bischof Wolfgang Huber in einer Broschüre. Sie weisen aber außerdem darauf hin, dass menschliche Nähe wie professionelle Hilfe erforderlich sei.

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Informationen zum 112. Deutschen Ärztetag in Mainz

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