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Von embryonaler Stammzellforschung bis Sterbehilfe – mit ethischen Themen vom Beginn bis zum Ende des Lebens werden Ärzte immer wieder konfrontiert. Gisela Klinkhammer, beim Deutschen Ärzteblatt zuständige Redakteurin für Medizinethik, setzt sich mit aktuellen Entwicklungen auseinander.

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Bundestagswahl: Kein Einigkeit bei assistiertem Suizid

Dienstag, 22. September 2009

Medizinethische Aussagen der Parteien werden bei der Bundestagswahl wohl eher wenig zur Entscheidungsbildung beitragen. Dabei lohnt sich ein Blick auf die Konzepte durchaus, denn gerade die Einstellungen beispielsweise zur Sterbehilfe sagen doch einiges über die Wertehaltung der Parteien aus.

Begrüßenswert ist es da zunächst, dass sich alle fünf im Bundestag vertretenen Parteien in Antworten auf Wahlprüfsteine der Deutschen Hospizstiftung eindeutig gegen aktive Sterbehilfe aussprechen. „Alle Parteien haben erkannt, dass aktive Sterbehilfe die Schwächsten der Gesellschaft unter unerträglichen Druck setzt“, brachte es Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Hospizstiftung, zutreffend auf den Punkt.

Eine einmütige Absage an den organisierten assistierten Suizid lässt sich dagegen bedauerlicherweise nicht erkennen. Während Union, SPD und die Linke die organisierte Beihilfe zur Selbsttötung konsequent ablehnen, will die FDP lediglich die gewerbliche Beihilfe unter Strafe stellen. Die Grünen bleiben vage. Sie wollen im Fall einer Diskussion den Fraktionszwang aufheben.

Keine der beiden Koalitionsparteien hat überzeugende Vorschläge zur zügigen Umsetzung des Rechtsanspruchs auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung vorgelegt. Doch um Tendenzen gegen die aktive Sterbehilfe konsequent zu begegnen, wäre gerade dies dringend erforderlich und sollte in der nächsten Legislaturperiode auf jeden Fall vorangetrieben werden. Auch einer Kommerzialisierung des Sterbens sollt unter allen Umständen Einhalt geboten werden.

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Avatar #87252
advokatus diaboli
am Dienstag, 20. Oktober 2009, 09:35

Aktive Sterbehilfe - ärztliche Assistenz

Nun - die Frage, wer das tun will, ist doch längst entschieden: fortschrittlich denkenke Ärztinnen und Ärzte, die in der ärztlichen Assistenz beim Suizid in Grenzsituationen eine ethische Verpflichtung sehen.

Die Umfragen innerhalb der Ärzteschaft lassen hieran keinen Zweifel aufkommen, mag dies auch von Ärztefuntkionären als besonders misslich empfunden werden.

Dass dann die ärztliche Assistenz beim Suizid zu vergüten ist, dürfte selbstverständlich sein. Sie wäre dann als Kassenleistung auszuweisen.
Avatar #87250
adonis
am Montag, 12. Oktober 2009, 16:19

Wenn man die aktive Sterbehilfe möchte, dann soll man gefälligst

auch darüber nachdenken, wer das tun will. Wir beteuern ja immer unser christlich-jüdisches Abendland mit seinen Werten. Dann wäre es vielleicht nicht ganz so dumm, sich auf die 10 Gebote zu erinnern: Du sollst nicht töten.
Aber naja, der Patient kostet ja an seine letzten Tagen, das meiste Geld, da werden wir es wohl mal nicht so eng mit den Geboten nehmen. Na, vielleicht erfinden wir noch den Facharzt für Euthanasiemedizin.
Nachdem die Vergütung von Reanimationen vor einigen Jahren deutlich gekürzt worden sind, hatte eine meiner damaligen Patienten schon gescherzt, dass das Leben nicht viel Wert ist.
LNS
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