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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skurril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbergen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

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Cochrane: Zink hilft gegen Erkältung

Mittwoch, 16. Februar 2011

Eine Meta-Analyse in den Cochrane Systematic Reviews dürfte die Hersteller von Zink-Präparaten freuen. Apotheker sollten sich auf einen vermehrten Beratungsbedarf einstellen und die Kunden darauf, dass der erhoffte Effekt vielleicht doch ausbleibt.

Er besteht nach der Berechnungen des Pädiaters Meenu Singh vom Postgraduate Institute of Medical Education and Research im indischen Chandigarh in einer Verkürzung der Erkältung um etwa einen Tag.

Die Symptome sollen durch das Metall, das in-vitro die Replikation von Rhinoviren hemmt, erträglicher werden, und der Anteil der Probanden, bei denen die Nase noch nach einer Woche läuft, soll um 55 Prozent sinken.

Die Fehlzeiten an der Schule gingen in den Studien gingen um 0,37 Tage zurück und der Antibiotikagebrauch sank um 73 Prozent. Eigentlich sollte ein leichter Schnupfen kein Grund sein, vom Unterricht fernzubleiben und die Verordnung von Antibiotika ist bei einer Erkältung sicher nicht angezeigt.

Ob der Einkauf in der Apotheke sinnvoll ist, mögen die Verbraucher angesichts dieser Zahl selbst entscheiden. Dass sie das richtige Präparat erwischen, ist vielleicht Glückssache, denn die meisten Erkältungsmittel enthalten (wegen des metallischen Geschmacks) Zink in eher niedriger Dosierung und sind (wegen des guten Geruchs) meist noch mit anderen Essenzen versetzt, die, so muss man befürchten, die Freisetzung von Zink womöglich hemmen.

Singh gibt keine klare Empfehlung, ob nun Zinkgluconat, -acetat oder -sulfat wirksamer sind und wie hoch die Dosis sein sollte. Sicher ist, dass der Geschmack viele Verbraucher davon abhalten wird, die Präparate zu Ende einzunehmen. Die wenigen eingefleischten Zink-Fans schwören auf Eby’s ColdCure.

Sie wird auf der gleichnamigen Internetseite von George Eby beworben, der 1984 die erste Studie durchführte. Sie geriet später aus methodologischen Gründen in die Kritik und wurde von Singh in der Meta-Analyse nicht berücksichtigt. Spielverderber weisen darauf hin, dass Zink nicht unbedenklich ist und die FDA im Jahr 2009 sogar ein Nasen-Gel verbot, nachdem es bei Anwendern zur Anosmie kam.

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Avatar #89300
Hupfer
am Sonntag, 20. Februar 2011, 15:44

War mir schon lange bekannt...

na schön, dass es jetzt evb bewiesen ist. :-)
LNS
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