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Hypoallergene Hunde – ein Mythos?

Montag, 11. Juli 2011

Die Verzweiflung von Hundeliebhabern angesichts eines positiven Allergietests auf Can f 1 ist verständlich. Hypoallergene Hunde sind aber keine Lösung. Zum einen ist es leider ein Kennzeichen der Allergie, dass bereits kleine Mengen des Antigens eine Reaktion auslösen können.

Und da Can f 1 Bestandteil von Haaren und Hautepithelien aller Hunderassen ist, dürfte es kaum möglich sein, dem Allergen gänzlich zu entgehen. Auch Angebote sogenannter hypoallergener Hunderassen, die weniger Can f1 freisetzen sollen, muss man angesichts einer neuen Studie wohl mit Skepsis begegnen.

Die Gruppe um Christine Cole Johnson von den Henry Ford Health System in Detroit hat Staubproben aus 173 Kinderzimmern entnommen und in ihnen die Konzentration von Can f 1 bestimmt. In allen Wohnungen gab es wenigstens einen Hund. Unter den 60 unterschiedlichen Hunderassen waren 11, die als hypoallergen eingestuft wurden.

Die Konzentration von Can f 1 war in den Haushalten mit hypoallergenen Hunden jedoch keineswegs geringer als bei den anderen Rassen. Auch eine vom American Kennel Club, dem größten Dachverband der Rassehundezüchter in den USA, aufgestellte Liste, bietet keinen Schutz vor eine Exposition (American Journal of Rhinology and Allergy).

Auch wenn eine Allergie das Ende für die Haltung eines Hundes in der Wohnung bedeutet, könnte die frühkindliche Exposition mit einem Hund das beste Mittel sein, um einer späteren Allergie vorzubeugen.

Dies geht aus einer weiteren Studie von Johnson hervor, die im Rahmen der Detroit Childhood Allergy Study die Eltern einer Kohorte der Geburtsjahrgänge 1987-89 jedes Jahr nach dem Halten von Haustieren befragte (Clinical and Experimental Allergy 2011; 41: 979-86).

Ergebnis: Entscheidend für die spätere Allergieentwicklung ist das erste Lebensjahr. Ein Hund (oder auch eine Katze) im Haushalt senkte das spätere Allergierisiko. Besonders ausgeprägt war dies bei Jungen, die nach einer frühen Exposition nur halb so häufig erkrankten.

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