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Vom Arztdasein in Amerika

Vom Arztdasein in Amerika

Das Staatsexamen wurde 2007 abgelegt, und nicht nur die Frage der Fachrichtung, sondern auch die des Arbeitsortes musste beantwortet werden. Nachdem das Assistenzarztdasein in Frankreich und Deutschland ausprobiert wurde, ging es nach Minneapolis im Jahr 2009. Es schreibt Dr. Peter Niemann über seine Ausbildung zum Internisten (sowie der Zeit danach) und über die Alltäglichkeiten, aber auch Skurrilität eines Arztlebens in USA.

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Vom Arztdasein in Amerika

Christian Wulff – wer ist das?

Montag, 20. Februar 2012

Wir Assistenten saßen beisammen am Tag, nachdem Christian Wulff, immerhin als Bundespräsident der höchste Staatsmann Deutschlands, zurücktrat. Probehalber fragte ich in der Runde herum, ob jemand von diesem Rücktritt gehört habe. Kein einziger.

„Euer Präsident ist zurückgetreten“, fragte vielmehr einer, „übernimmt dann Euer Vize-Präsident die Regierungsgeschäfte?“ und fühlte sich wohl besonders klug, dass er glaubte zu wissen wie unser System funktioniere. Dabei ist das die Regelung, die für die USA vorgesehen ist.

Hingegen kennen viele Deutsche sich sehr gut in der US-amerikanischen Politiklandschaft aus und könnten bestimmt, obwohl sie relativ machtlos und unwichtig sind, die meisten Kandidaten der republikanischen Seite für das Präsidentenamt 2012 nennen. Ich bin mir sogar sicher, dass recht viele Hintergründe zu Newt Gingrich, Mitt Romney oder selbst Rick Santorum aufzählen könnten.

Eine seltsame Asymmetrie, die man einfach akzeptiert und überspitzt so formulieren könnte: Alle interessieren sich für die USA und die USA kümmert sich nur um sich selbst.

Kommentare

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Avatar #93878
stapff
am Mittwoch, 22. Februar 2012, 20:02

Bloss nicht Ron Paul!!

Na dann haben Sie den guten Ron Paul aber noch nicht in den vielen Debatten erlebt. Wenn die Republikaner Ron Paul als Kandidaten aufstellen ist das der sichere Sieg fuer Obama.
Avatar #110419
ÄrzteblattBenutzername
am Montag, 20. Februar 2012, 20:45

Und Ron Paul?

Wie kommt es, daß von vier Kandidaten immer wieder nur drei genannt werden? Der aus meiner Sicht mit Abstand beste im Kandidatenfeld würde zudem auch noch bei den Demokraten viele Stimmen bekommen.
Avatar #104707
chiemwast
am Montag, 20. Februar 2012, 20:06

Bundespräsident und Bundeskanzler: brauchen wir beides?

Wir haben außer dem Bundeskanzler/der Bundeskanzlerin eine Vielzahl von Bundesminister und Ministerpräsidenten, die vorgeben, Deutschland nach außen hin zu "repräsentieren" und mehr reisen als regieren wollen.

Die USA sind um ein Vielfaches größer und mächtiger als unser kleiner Staat. Dennoch werden sie in der Hauptsache vom US-Präsidenten vertreten. Dort spricht ein Präsident einheitlich für die US-Staaten. Deutschland hat viele Stimmen für einen wesentlich weniger bedeutenden Staat.

Vereinigte Staaten = ein Wort,

Deutschland = ein Wörterbuch.

Bei uns wird eine Marionette als oberster Repräsentant fürstlich bis zu ihrem Lebensende finanziert.
LNS

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