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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skurril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbergen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

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Rauchstopp baut Stress ab

Donnerstag, 3. Januar 2013

Eine britische Studie macht allen Menschen Mut, die die täglichen Zigaretten brauchen, um ihre Nervosität zu bekämpfen. Ein erfolgreicher Rauchstopp besserte das psychische Gleichgewicht – allerdings nur, wenn der Versuch erfolgreich war.

Máirtín McDermott von der Florence Nightingale School of Nursing and Midwifery in London unterteilt die Raucher in zwei Gruppen. Die einen sind Genussraucher, für die andere sind die Zigaretten ein Mittel, um Stress abzubauen – so meinen sie jedenfalls. Und verwechseln dabei möglicherweise Ursache und Wirkung. Denn das Gefühl, ohne Zigarette am Morgen den Tag nicht starten zu können, ist laut McDermott in erster Linie ein Entzugssymptom nach der nächtlichen Zigarettenpause, die durch das Rauchen gelindert wird.

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Deshalb haben die Zigaretten noch lange keine psychotherapeutische Wirkung. Im Gegenteil: McDermott kann in seiner Studie zeigen, dass die Abstinenz bei Stressrauchern das psychische Gleichgewicht stabilisiert. Psychologen attestierten ihnen in der Studie nach sechs Monaten erfolgreicher Abstinenz eine niedrigere Ängstlichkeit, während der Parameter bei den Stressrauchern, die rückfällig geworden waren, angestiegen war. Auch bei den Rauchern, bei denen die Psychologen zu Beginn der Studie eine mentale Erkrankung diagnostiziert hatten, kam es zu einer Reduktion der Ängstlichkeit, wenn der Rauchstopp gelang.

Bei den Genussrauchern zeigte die Abstinenz übrigens keinen Einfluss auf die Ängstlichkeit (was keineswegs bedeutet, dass nicht auch sie süchtig sind). Leider zeigt die Studie erneut, dass eine medikamentöse Raucherabstinenz – in der Studie wurde sie mit Nikotinpflastern versucht – nur selten zum Erfolg führt. Nur 68 von 491 Teilnehmern (14 Prozent) schafften den Absprung.

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