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Vom Arztdasein in Amerika

Vom Arztdasein in Amerika

Das Staatsexamen wurde 2007 abgelegt, und nicht nur die Frage der Fachrichtung, sondern auch die des Arbeitsortes musste beantwortet werden. Nachdem das Assistenzarztdasein in Frankreich und Deutschland ausprobiert wurde, ging es nach Minneapolis im Jahr 2009. Es schreibt Dr. Peter Niemann über seine Ausbildung zum Internisten (sowie der Zeit danach) und über die Alltäglichkeiten, aber auch Skurrilität eines Arztlebens in USA.

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Vom Arztdasein in Amerika

Hochsaison in Floridas Krankenhäusern

Dienstag, 29. Januar 2013

In Florida ist nun „Hochsaison”: Millionen von US-Amerikanern aus den Nordstaaten, die von uns in den Südstaaten als „Zugvögel” bezeichnet werden, sind nach Florida gekommen und verbringen ihren Winter im sonnigen Floridawetter, während bei ihnen Schnee und Kälte herrscht. Es sind zumeist Rentner, die sich dies sowohl zeitlich als auch finanziell leisten können.

Entsprechend sind die Straβen und Geschäfte dauernd voll, und man hört viele „Yankee”-Dialekte und sieht allenthalben Autos mit Kennzeichen aus Wisconsin, Massachusetts, Maine, New York und all den vielen anderen kalten Bundesstaaten – selbst einige Kalifornier kommen Jahr um Jahr ins oftmals wärmere Florida.

Diesen Influx merken wir natürlich auch im Krankenhaus. Entsprechend sind die drei Krankenhäuser, in denen ich arbeite, bis zum Bersten voll. Es wurden Abstellräume in provisorische Patientenzimmer umgewandelt, zusätzliche Krankenschwestern und Pflegeassistenzen eingestellt und allerlei Extrageräte wie EKG-Maschinen oder Krankenhausbetten entweder gekauft oder geliehen.

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Auch ich habe sehr viel zu tun und hatte letzte Woche Nachtdienst von 16 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Dabei bin ich vor allem für Notfälle, internistische Fragen seitens der Pflege und nächtliche Aufnahmen zuständig, betreue wohl so um die 130 Patienten. Mein Rekord in einer besonders arbeitsintensiven Nacht lag bei 30 Aufnahmen und zwei besonders schwierigen Intensivstationsnotfällen – das war wirklich harte Arbeit, sowohl kognitiv als auch logistisch und zum Teil nur mit Überstunden zu schaffen. Und dennoch musste ich meinen Tageskollegen Arbeit zurücklassen.

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