Das lange Warten

Das lange Warten

In Deutschland warten rund 12.000 Menschen auf ein Organ. Einer von ihnen ist Paul Behrend. DÄ-Redakteurin Gisela Klinkhammer begleitet Behrend während seiner Wartezeit auf eine Niere. Sie berichtet regelmäßig in diesem Blog über das (hoffentlich nicht allzu) lange Warten auf das Organ, wie Behrend psychisch damit umgeht und über seine aktuelle gesundheitliche Befindlichkeit.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Das lange Warten

Schlafmangel

Freitag, 24. Mai 2013

Heute geht es Paul Behrend nicht besonders gut. „Ich hatte in der letzten Nacht erhebliche Blutdruckprobleme, die damit zu tun hatten, dass ich am vergangenen Wochenende zu viel getrunken, also zu viel Flüssigkeit zu mir genommen hatte. Außerdem hatte ich Krämpfe in den Beinen“, berichtet Behrend. Mit solchen Beinkrämpfen hätten viele Dialysepatienten zu tun. Er sei davon bisher aber meist verschont geblieben. Um den nächtlichen Schlafmangel zu kompensieren, habe er jetzt „den ganzen Vormittag wie ein Stein geschlafen“.

Mit solchen Probleme sei häufig nach verlängerten Wochenenden, so wie jetzt über Pfingsten, zu rechnen. „Da habe ich ja einen zusätzlichen Tag zwischen den Dialysen. Und es fällt mir leider nicht immer ganz leicht, mich an die vorgegebene Trinkmenge zu halten. Nachdem ich jetzt aber ausgeschlafen bin und eine starke Tasse Kaffee getrunken habe, geht es mir wieder gut“.

Und wie bewältigt er ansonsten sein durch die Dialyse bedingtes Schlafdefizit? „Am Wochenende, wenn ich nicht zur Arbeit gehen muss, stehe ich später auf. Samstags wird es dann auch schon mal zehn, elf Uhr. Dann bin ich ausgeschlafen und ausgeglichen. Unter der Woche, wenn ich arbeiten muss, ist der Schlafmangel natürlich ein großes Problem. Ich habe Tage, an denen ich mittags manchmal sogar kurz einnicke“, berichtet Behrend.

Anzeige

Zurzeit denke er darüber nach, ob er die Nachtdialyse wieder „verlassen soll“. Er hätte dann die Möglichkeit, am späten Nachmittag zur Dialyse zu kommen und könnte dann spätestens gegen zwölf Uhr nachts zu Bett gehen. „Dann hätte ich am nächsten Morgen eine einigermaßen vernünftige Nachtruhe gehabt.“ Der Preis bestünde allerdings darin, dass er auf die „wunderbare lange Nachtdialysephase“ verzichten müsste.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
Alle Blogs
Vom Arztdasein in Amerika
Vom Arztdasein in Amerika
Gesundheit
Gesundheit
Frau Doktor
Frau Doktor
Pflegers Schach med.
Pflegers Schach med.
Dr. werden ist nicht schwer...
Dr. werden ist nicht schwer...
Global Health
Global Health
Dr. McCoy
Dr. McCoy
Das lange Warten
Das lange Warten
Sea Watch 2
Sea Watch 2
PJane
PJane
Praxistest
Praxistest
Res medica, res publica
Res medica, res publica
Studierender Blick
Studierender Blick
Britain-Brain-Blog
Britain-Brain-Blog
Unterwegs
Unterwegs
Lesefrüchtchen
Lesefrüchtchen
Gratwanderung
Gratwanderung
Polarpsychiater
Polarpsychiater
praxisnah
praxisnah