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Res medica, res publica

Res medica, res publica

Gesundheit ist eine öffentliche Sache. Das war schon 1907 so, als William Ewart seine Antrittsvorlesung am St. George's Hospital in London unter den Titel "Res medica, res publica" stellte. Wo muss der Staat handeln und wie? Was bedeuten gesundheitspolitische Vorschläge, wenn man sie zu Ende denkt? Gedanken dazu von Heinz Stüwe, Fachjournalist für Wirtschaft, Sozial- und Gesundheitspolitik.

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Res medica, res publica

Wer spricht für die Ärzteschaft?

Freitag, 31. Mai 2013

Wer sich das sehenswerte Video über den Deutschen Ärztetag 1969 in Hannover anschaut, sieht, wie sich das Erscheinungsbild der verfassten Ärzteschaft in viereinhalb Jahrzehnten verändert hat. Und das betrifft nicht nur die Tatsache, dass die damals selbstverständlichen Aschenbecher auf den Delegiertentischen verschwunden sind. Der Ärztetag von 1969 war, von wenigen Ausnahmen abgesehen, männlich. Damen kommen erst beim Rahmenprogramm ins Bild.

Im Jahr 2013 sind immerhin 53 von 250 Delegierten des Deutschen Ärztetags Frauen. Dennoch stellte ein ausländischer Gast (und Kenner des deutschen Gesundheitswesens) im Gespräch am Rande des Ärztetags die Frage, warum so wenige junge Ärztinnen und Ärzte in die Meinungsbildung einbezogen seien.

<b>Der 72. Deutsche Ärztetag</b> 1969 in Hannover Start

Video

Der 72. Deutsche Ärztetag 1969 in Hannover

Wenn über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor allem ältere Herren (und Damen) in den Vorständen von Kammern und Kassenärztlichen Vereinigungen diskutieren und entscheiden, stellt sich tatsächlich die Frage, ob das im Sinne der Betroffenen sein kann.

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Dabei steht außer Frage, dass die Abgeordneten, die zum Deutschen Ärztetag fahren, demokratisch legitimiert sind. Letztlich geht es darum, dass möglichst viele Ärztinnen und Ärzte, gerade auch junge, sich in Verbänden, Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen engagieren. Das kann sich nur positiv auf die Entscheidungsqualität auswirken.

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Avatar #103070
Henry I
am Freitag, 31. Mai 2013, 19:05

Wischiwaschi.

Vom Prinzip her durchaus richtig gedacht.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss gerade auch im Bereich der geknechteten Ärzteschaft massiv verbessert werden.
Allerdings sprechen ältere Damen und Herren nicht unbedingt gegen Verbesserungen.
Gerade die Herren werden sich vermutlich gut daran erinnern können, wie sie in ihren Arbeitsjahrzehnten soviel ihre eigene Gesundheit geopfert haben als auch noch zusätzlich großteils von ihren Familien getrennt wurden.
Ausserdem bringen sie die aus langjährigen Auseinandersetzungen die Kampferfahrungen mit, die notwendig sind, um sich nicht von Steuerstaat und gesetzlichen Kassenkorporatismus über den Tisch ziehen zu lassen.
Herumgendern hilft da wenig ;-)
LNS
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