Studierender Blick

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Medizin studieren im Alltag - zwischen universitärem Leben und der (Un)Gewissheit über Zukunftsperspektiven. Hormos Dafsari debattiert, was sich in den Köpfen der Zukunft abspielen mag, auch wenn es mal herkömmlicher Natur ist.

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Studierender Blick

Im selben Boot

Mittwoch, 5. Juni 2013

„Tell me and I forget. Teach me and I remember. Involve me and I learn.“ (Franklin)„Tell me and I forget. Teach me and I remember. Involve me and I learn.“ (Franklin)

Das Medizinstudium ist gespickt mit einer unzähligen Fülle an Prüfungen und Leistungsnachweisen, schriftlicher und mündlicher Art. Diese Fülle mag zu Beginn der sechs Jahre erschlagend wirken, zugegeben. Aber wenn man nochmal die Entscheidung hätte, würde man alles genau so machen. Das erste anatomische Testat, die anfänglichen Sorgen und Nöte und die dann doch ausgelassene Feier danach – das Physikum als erste große Hürde im vorklinischen Studium – die ersten großen klinischen Vorlesungen und Praktika.

Am schönsten sind die Freundschaften, die man während dieser Zeit schließt – sei es beim Kaffeetrinken zwischen den Vorlesungen oder mal abends bei 'nem Bierchen. Die Geschichten, die unter Prüfungsdruck oder danach entstehen, sind unnachahmlich ehrlich. Man nimmt seine Kommilitonen nicht als künftige Ärzte wahr, sondern als Freunde für's Leben. Sie sind Leidens- oder eher „Freudens“genossen, mit denen man im selben Boot sitzt.

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So erinnre ich mich heute noch am liebsten an Geschichten aus Testaten, wo Freunde aufgeschnapptes veterinäres Fachwissen auspackten um den Prüfer zu beeindrucken, für einen großen Lacher gesorgt haben oder auch mal bei Ahnungslosigkeit auf die richtige Antwort bei einer 50:50 Chance getippt haben. Gut ist auch immer der Anruf am Abend vor der Klausur um sich zu versichern, dass man auch alle Themen vorbereitet oder Altklausuren gekreuzt hat.

Oder die eine peinlich gestellte Frage an den Patienten während des Blockpraktikums. Und dann natürlich die gemeinsam erlebten Geschichten auf Reisen… Auf Genaueres einzugehen würde diesen Rahmen hier sprengen, aber es ist sicher, dass diese Geschichten sich auch immer noch gut machen, wenn wir sie unseren Kindern erzählen.

Das Beste an der Studienfreundschaft ist jedoch mit- und aneinander zu lernen und zu wachsen. Selbst wenn es sich nach dem Staatsexamen verrennt und es den ein oder anderen in verschiedene Ecken verschlägt, bleibt die Erinnerung. Ohne diese Freundschaften würde man ein solch intensives Studium nicht durchstehen können – auch wenn man mal lieber länger in der Mensa sitzt, ein Käffchen trinkt oder Kicker spielt, anstatt mal endlich wieder lernen zu gehen.

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