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Res medica, res publica

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Gesundheit ist eine öffentliche Sache. Das war schon 1907 so, als William Ewart seine Antrittsvorlesung am St. George's Hospital in London unter den Titel "Res medica, res publica" stellte. Wo muss der Staat handeln und wie? Was bedeuten gesundheitspolitische Vorschläge, wenn man sie zu Ende denkt? Gedanken dazu von Heinz Stüwe, Fachjournalist für Wirtschaft, Sozial- und Gesundheitspolitik.

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Res medica, res publica

Über Fußballruhm damals und Dopingbekämpfung heute

Donnerstag, 15. August 2013

Muss die ruhmreiche Geschichte der deutschen Teams bei Fußball-Weltmeisterschaften umgeschrieben werden? Ausgerechnet in der Woche, in der die Fußball-Bundesliga ihren 50. Geburtstag feierte, ließen Meldungen die Fans aufschrecken. Bei drei (nicht namentlich genannten) Spielern der legendären deutschen Nationalmannschaft, die 1966 im WM-Finale gegen England das „Wembley-Tor“ kassierte und 2:4 nach Verlängerung unterlag, seien feine Spuren von Ephedrin festgestellt worden, heißt es in der jetzt veröffentlichten Doping-Studie der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Münster.

Der begnadete Mittelfeldregisseur Wolfgang Overath vom 1. FC Köln gedopt? Die ehrliche Haut Uwe Seeler vom HSV, Idol aller Mittelstürmer der Sechzigerjahre, ein Betrüger? Und Lothar Emmerich aus Dortmund nur dank Doping torgefährlich? Nun - alle, denen diese Namen noch etwas sagen, können erst einmal aufatmen. Nicht nur, dass die Alt-Stars aus Köln und Hamburg die Vorwürfe als abwegig zurückwiesen. Auch der Weltfußballverband FIFA erklärte nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa), keine der 1966 genommenen Dopingproben sei positiv gewesen.

Also im Fußball alles in Ordnung – damals wie heute? Das Geständnis des früheren niederländischen Nationalspielers Johnny Rep, der jetzt einräumte, damals in den Siebzigern schon mal „ein Amphe­taminpillchen“ geschluckt zu haben, trübt den nostalgischen Blick  in die Fußball-Historie. Auch deutsche Ex-Profis haben schon vergleichbare Bekenntnisse abgelegt.

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Ein Ärgernis in der Gegenwart aber ist, was der reichste Sportverband der Welt sich leistet: Beim Deutschen Fußball-Bund werden zwar in allen Ligen Urinproben genommen. In der neuen Saison sollen im bezahlten Fußball mit seinen Milliarden-Umsätzen nach dpa-Angaben nur 75 Blutproben vorgenommen werden – und die auch noch verteilt auf 1. und 2. Liga sowie die Nationalmannschaft und alle Juniorenteams. Jeder Profiverein wird also weniger als zweimal pro Jahr kontrolliert. Weil jeder aufgedeckte Dopingfall Gift wäre für die weltweite Vermarktung der Bundesliga?

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