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In seinem Studium wünscht sich so ziemlich jeder Student mehr Praxiserfahrung. Diese Möglichkeit bietet sich in Deutschland erst im praktischen Jahr und darauf muss man immerhin fünf Jahre warten. PJ hat diese Zeit hinter sich und schreibt von seinen täglichen Erfahrungen im Krankenhaus, die seine Fähigkeiten zwar immer wieder aufs Neue fordern, aber sonst auch kaum erzählenswert wären.

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Praxistest

Highlight Schilddrüsenresektion

Montag, 4. November 2013

Aller Anfang ist schwer, heißt es. Und das frühe Aufstehen liegt mir auch noch nicht so. Daher war ich heute nicht der erste von uns drei Studenten auf Station, sondern der letzte. Der Vorteil war, ich musste kein Blut abnehmen, das haben die anderen beiden für mich schon erledigt. Als Famulant finde ich es auch wichtiger­, solche einfacheren Dinge zu üben, da komm ich gern ein bisschen später;-)

Faul war ich aber nicht: Nach Visite und Frühbesprechung musste ich noch einer Patientin eine Braunüle legen: Das ist dann schon einen höherer Schwierigkeitsgrad, und ich muss mir nichts vorwerfen.

Das Highlight für heute war eine Schilddrüsenresektion. Die Chirurgen nennen sie schon nur noch scherzhaft Schildkröte, weil das so ähnlich klingt. Für einen Allgemeinchirurgen ist der Hals ja eher ein fremdes Gebiet, aber als hormonproduzierende Drüse gehört sie auch zum Repertoire dazu.

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Für mich war das gar nicht so einfach. Weil der Schnitt am Hals kosmetische Probleme bereiten kann, will man ihn einerseits besonders klein halten. Andererseits bekommt man dann als PJ‘ler die Aufgabe, den kleinen Schnitt mit den Haken möglichst groß zu halten. Das kostet schon ein bisschen Kraft. Aber der Eingriff war immerhin nicht sehr lang – knapp zwei Stunden – und den wichtigen Nervus laryngeus recurrens haben wir gut geschont. Ein erfolgreicher zweiter Tag.

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Avatar #87388
Andreas Skrziepietz
am Samstag, 16. November 2013, 22:51

Die Chirurgen nennen sie schon nur noch scherzhaft Schildkröte, weil das so ähnlich klingt.

das ist ja unglaublich lustig. und es ist unglaublich beruhigend, daß der laryngeus recurrens ausnahmsweise mal geschont wurde. was ich nicht verstanden habe: ist der autor famulus oder student im praktischen jahr? wenn er, nach eigener aussage, famulus ist, und es wichtig findet, blutentnahmen zu üben - warum kommt er dann zu spät?
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