Praxistest

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In seinem Studium wünscht sich so ziemlich jeder Student mehr Praxiserfahrung. Diese Möglichkeit bietet sich in Deutschland erst im praktischen Jahr und darauf muss man immerhin fünf Jahre warten. PJ hat diese Zeit hinter sich und schreibt von seinen täglichen Erfahrungen im Krankenhaus, die seine Fähigkeiten zwar immer wieder aufs Neue fordern, aber sonst auch kaum erzählenswert wären.

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Praxistest

Tapetenwechsel

Mittwoch, 26. Februar 2014

Vor einigen Tagen fand in unserem Chirurgietertial eine planmäßige Rotation statt. Für mich bedeutete das einen Wechsel auf die neurochirurgische Intensivstation. Ich hab mich schon vorher ein bisschen darüber gefreut, weil ich vor ein paar Jahren schon einmal für eine Famulatur dort war und tatsächlich hat sich kaum etwas verändert. Sogar die Schwestern und Pfleger haben mich teilweise wiedererkannt und mir waren auch nur wenige Gesichter fremd.

Meine Stationsärzte sind sehr nett und haben mir schon in Aussicht gestellt, dass ich bei Gelegenheit auch gerne einen arteriellen Blutdruckmesskatheter unter Aufsicht legen darf. Das ist natürlich eine gern gesehene Abwechslung für mich, weil ich sonst ja nur mit den üblichen Blutentnahmen oder mit venösen Zugängen Umgang hatte.

Eine wichtige Aufgabe für mich ist es jetzt, einmal am Tag jeden Patienten von Kopf bis Fuß zu unter­suchen und das zu dokumentieren. Von meiner Famulatur kannte ich das noch ziemlich gut und war froh, dass ich nicht mehr alles neu lernen musste. Zudem bekomme ich Übung mit dem Stethoskop.

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Man hat mir geraten, mich bei den Schwestern und Pflegern als Student vorzustellen. Vielleicht war das auch nur nett umschrieben, ich bin mal gespannt, ob hier besondere Umstände herrschen... In meiner Famulatur hatte ich das auch schon ein bisschen bemerkt. Vor allem, wenn man mit der Umgebung noch nicht so richtig vertraut ist, kann man schnell wichtige Sachen vergessen. Zwar ohne Absicht, aber ich habe auch schon Menschen kennengelernt, die da richtig nachtragend werden können. Daher bin ich gespannt, was so passiert...

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Avatar #90061
marchand
am Sonntag, 9. März 2014, 21:54

Quatsch

Sich vorzustellen gehört dazu und das tun in Krankenhäusern Ärzte und Schwestern/Pfleger gleichermaßen. (Oder eben auch nicht.) Und ebenso Case-Manager, FMDs, Physiotherapeuten, Logopäden, MTAs etc. etc. Die meisten Putzfrauen machen es meiner Erfahrung nach nicht, aber das dürfte wohl andere Ursachen haben. ^^
Avatar #648603
normalerdoktor
am Freitag, 7. März 2014, 23:41

Am Boden kriechen?

@bösmensch: Sich an einem neuen Arbeitsplatz den dort schon länger tätigen Mitarbeitern kurz vorzustellen, ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Natürlich gibt es immer wieder mal Menschen, die meinen das sei ein Zeichen von Schwäche oder Unsicherheit. Aber von denen ist sowieso nichts Gutes zu erwarten.

Aber die, von denen man viel lernen kann und die einem das Leben am Ende eher leichter machen, die werden das zu schätzen wissen. Ich kann es aus meiner eigenen Erfahrung nur empfehlen. Und das nicht nur aus taktischen sondern vor allem auch aus zwischenmenschlichen Gründen.

Mit "am Boden kriechen" hat das meiner Meinung nach nichts zu tun.
LNS
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