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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skurril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbergen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

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Ebola: Keine Übertragung in U-Bahn und Nachtbus

Dienstag, 11. November 2014

In New York wird heute der Arzt als gesund entlassen, der kürzlich das Ebola-Virus nach New York getragen hat. Am 17. Oktober war Craig Spencer aus Guinea zurückgekehrt, wo er Ebola-Patienten betreut hatte. Obwohl der Mediziner nach dem Ausbruch seines Fiebers am 23. Oktober noch U-Bahn gefahren war und ein Uber-Taxi benutzte, hat er offenbar niemanden angesteckt. Die 21-tägige Beobachtungszeit der Kontaktpersonen ist in einigen Tagen vorüber.

Aufatmen können auch die Einwohner von Mali, einem Nachbarland von Guinea. Dort ist es offenbar ebenfalls gelungen, eine Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Die Gefahr war nicht gering, denn ein an Ebola erkranktes Kind war mit einer Begleitperson am 19. und 20. Oktober in öffentlichen Verkehrsmitteln über 1.200 Kilometer quer durch das Land gereist.

Die Überwachung der Kontaktpersonen hat jedoch bisher keine Hinweise auf weitere Infektionen ergeben. Demnächst wird auch in Mali die 21-tägige Beobachtungszeit vorüber sein. Und die Chance, dass das Land nach Nigeria und dem Senegal das dritte afrikanische Land ist, das eine Ausbreitung der Epidemie verhindern konnte, ist groß. Die beiden Fälle zeigen, dass die Gefahr einer Übertragung selbst in größeren Menschenansammlungen überschaubar ist. Der Aufenthalt im gleichen U-Bahn-Abteil oder im gleichen Nachtbus reicht offenbar nicht aus, um sich anzustecken. Notwendig ist ein direkter Kontakt mit einem Erkrankten.

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Dieser Kontakt ist außerhalb der Familie vor allem im Gesundheitswesen gegeben. Dass hier schon die geringsten Verletzungen des Protokolls schwerwiegende Folgen haben können, haben die Pflegerinnen von zwei Patienten in den USA und in Spanien schmerzhaft erfahren. Derzeit befinden sich hunderte von Hilfskräften aus Europa in Westafrika im Einsatz. Bei ihrer Rückkehr, und sei es nur zu einem Besuch während des Urlaubs, können sie das Virus importieren.

Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) hat jetzt Leitlinien zum Umgang mit Kontaktpersonen im Gesundheitswesen herausgegeben. Sie sehen für alle Einreisenden ohne direkten Kontakt mit Patienten oder deren Körperflüssigkeiten ein passives Monitoring vor, bei dem es den Kontaktpersonen selbst überlassen bleibt, auf Symptome zu achten.

Alle Ärzte und Pflegekräfte, die Patienten betreut haben, müssen sich jedoch überprüfen lassen. Vorgesehen ist ein aktives Monitoring mit täglichen Temperaturkontrollen. Diese Rückkehrer werden zwar nicht unter Quarantäne gestellt, sie dürfen allerdings in den ersten 21 Tagen keine Auslandsreisen unternehmen. Eine Isolierung wird nur für den Fall einer Erkrankung empfohlen.

Einen Tag nach der Verfassung des Blogs ist erneut eine Ebola-Erkrankung in Mali aufgetreten. Der Informationsminister Mahamadou Camara des Landes teilte in der Nacht zum 12. November per Twitter mit, dass an einer Klinik in der Hauptstadt des Landes Blanko ein Mann an Ebola gestorben sei. Die Klinik wurde daraufhin unter Quarantäne gestellt. Der Mann hatte keinen Kontakt zu dem an Ebola erkrankten Kind. Er soll zuvor aus Guinea eingereist sein.

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