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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skurril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbergen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

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Google-Anfragen sagen Auslastung der Notfallambulanzen voraus

Montag, 15. Dezember 2014

Wie viele Patienten am nächsten Tag die sieben Notfallambulanzen der schwedischen Hauptstadt aufsuchen, zeichnet sich bereits am Vorabend ab. Dann suchen viele Patienten im Internet nach Rat. Sie benutzen dabei häufig die offizielle Website des Stockholm Health Care Guide. Andreas Ekstrom vom Karolinska Institut kann zeigen, dass die Zahl der Klicks eng mit der Patientenzahl am Tag danach korreliert.

Die Fehlerrate lag für alle sieben Notfallambulanzen zusammen genommen bei 4,8 Prozent, was laut Ekstrom ein guter Vorhersagewert ist, auf die sich durchaus die Personalplanung stützen könne. Das gilt allerdings nur für die Gesamtheit aller sieben Notfallambulanzen, die täglich 1.895 Patientenbesuche verzeichnet.

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Für die einzelnen Ambulanzen stieg die Fehlerrate an. Bei der kleinsten Ambulanz, die täglich im Durchschnitt nur 73 Patienten versorgt, lag sie bei 13,1 Prozent, was laut Ekstrom keine sichere Voraussage erlauben würde.

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Avatar #84579
Amtsarzt-2
am Dienstag, 16. Dezember 2014, 06:17

Auch für meldepflichtige Infektionen Alternative

Nicht nur für Notfallambulanzen - auch für meldepflichtige Infektionskrankheiten stellt Google ein interessantes Instrumentarium dar. Influ-Trend sagt zum Beispiel Grippewellen voraus. Doch damit nicht genug: Selbst Wikipedia - so ist es wissenschaftlich erwiesen - lässt sich zur epidemiologischen Vorhersage (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/big-data-die-seuche-von-morgen-1.2219033) nutzen.

Mehr hierzu unter http://www.oegd.de
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