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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skurril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbergen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

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Schützt körperliche Fitness vor Krebs?

Freitag, 27. März 2015

Dass regelmäßiger Sport Herz und Kreislauf gesund hält, ist allgemein anerkannt, und dass er vor Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Folgen der Atherosklerose schützt, erscheint plausibel. Dass Sport darüber hinaus eine präventive Wirkung gegen Krebser­krankungen hat, lässt sich nicht so einfach nachvollziehen. Die Vermeidung von Adipositas, Insulin-Resistenz und die Verminderung von Entzündungsmarkern im Blut sind mögliche Ansatzpunkte, doch die epidemiologischen Belege fehlen weitgehend.

Susan Lakoski von der Universität von Vermont in Burlington legt hierzu jetzt eine Auswertung zu 13.949 männlichen Klienten der Cooper Clinic in Dallas vor, die sich auf die sportmedizinische Prävention spezialisiert hat. Die dortigen Ärzte führen bei allen Personen ergometrische Tests durch. Dabei wird nach einem modifizierten Balke-Protokoll die maximale körperliche Belastbarkeit gemessen. Einheit ist das metabolische Äquivalent (MET). Lakoski hat die MET-Ergebnisse mit späteren Krebserkrankungen im Rentenalter in Beziehung gesetzt, wozu sie die Abrechnungsdaten der staatlichen Alterskrankenversorgung Medicare ausgewertet hat.

Während der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 6,5 Jahren wurde bei 1.310 Männern Prostatakrebs, bei 200 Lungenkrebs und bei 181 Darmkrebs diagnostiziert. Die Auswertung ergab, dass die Männer in der obersten Fitness-Kategorie, die eine Leistung von durchschnittlich 13,0 MET erzielt hatten, ein um 55 Prozent geringeres Risiko hatten, an einem Lungenkrebs zu erkranken (Hazard Ratio HR 0,45; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,29-0,68). Für Darmkrebs ermittelte Laborski einen Rückgang um 44 Prozent (HR  0,56; 0,36-0,87), während die Zahl der Prostatakrebsdiagnosen bei den fittesten Männern zu 22 Prozent häufiger waren (HR 1,22; 1,02-1,46).

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Die letzte Zahl ist erklärungsbedürftig. Laborski glaubt, dass Männer, die auf ihre körperliche Fitness achten, auch häufiger zur Krebsvorsorge gehen. Der PSA-Test führt hier zu einer deutlichen Verbesserung der Früherkennung, was eine höhere Zahl von Prostatakrebsdiagnosen zur Folge hat. Auf ähnliche Weise ließen sich aber auch die niedrigere Zahl von Lungenkrebs und Darmkrebserkrankungen erklären. Menschen, die täglich joggen, rauchen vielleicht seltener, und sie ernähren sich vielleicht auch gesünder. Diese und andere „Confounder“ kann die Studie nicht sicher ausschließen.

Beim Rauchen liegen keine Angaben zur Menge der gerauchten Zigaretten vor. Eine Sensitivitäts-Analyse ergab allerdings, dass körperliche fitte Nichtrauer seltener an Lungen— und Darmkrebs erkrankten als körperlich fitte Raucher. Daten zur Ernährung oder anderen Faktoren des Lebensstils fehlen. Es könnte also eine Vielzahl von anderen Erklärungen für die niedrige Krebsrate als den Sport geben. Dies gilt auch für den weiteren Befund, wonach Männer, die im mittleren Alter körperlich fit waren, später eine Krebserkrankung häufiger überlebten (HR 0,66; 0,48-0,91).

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Avatar #103205
Patroklos
am Dienstag, 31. März 2015, 10:19

Nun stimmt`s(Zeile 3, Wort 3).

Aber dass der bereits veröffentlichte Text redigiert wird, ist gewöhnungsbedürftig.
Avatar #103205
Patroklos
am Montag, 30. März 2015, 12:18

Dass Sport!

Wohl eher "Dass Sport" !

Vielen Dank für Ihren berechtigten Hinweis, wir haben es korrigiert!

Beste Grüße Redaktion DÄ

Avatar #114602
Brech
am Sonntag, 29. März 2015, 18:42

Das Sport

Oh Mann. Es heißt nicht das Sport, sondern der
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