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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skurril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbergen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.

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Kaliumreiche Kost schützt Teenager vor Hypertonie

Dienstag, 5. Mai 2015

Chips, Pommes und Pizza. Jugendliche mögen es gerne stark gesalzen. Ernährungs­wissenschaftler sehen darin eine mögliche Ursache der arteriellen Hypertonie. Eine prospektive Beobachtungsstudie des National Heart, Lung, and Blood Institute kann diese Annahme jetzt allerdings nicht bestätigen: Die Growth and Health Study hatte eine Kohorte von 2.185 Mädchen seit dem Alter von 9 bis 10 Jahren begleitet. Bis zum Alter von 17 Jahren wurden regelmäßig die Ernährungsgewohnheiten erfragt und der Blutdruck gemessen. Die schlechtesten Blutdruckwerte hatten am Ende nicht die Teenager mit dem höchsten Salzkonsum.

Ein Verzehr von mehr als 3,5 Gramm Natrium am Tag war sogar mit einem niedrigeren Blutdruck assoziiert als ein Verzehr von weniger als 2,5 Gramm am Tag. Die niedrigsten Blutdruckwerte hatten am Ende aber die Teenager, die am meisten Kalium mit der Nahrung aufgenommen hatten. Kalium ist vor allem in Obst und Gemüse enthalten.

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Gute Quellen sind Bananen und Rosinen, die auch Teenagern schmecken können. Kiwi, Nektarinen und Avocados sind ebenfalls kaliumhaltig. Von dem Avocado-Dip Guacamole raten Ernährungswissenschaftler häufig ab, da er sehr viel Salz enthält. Nach den Ergebnissen der aktuellen Studie würde dies Teenagern allerdings (vorerst) nicht schaden.

Wie immer bei Beobachtungsstudien bleibt unklar, ob Kalium für den protektiven Effekt verantwortlich ist, oder ob er mir ein Marker für eine insgesamt gesündere Ernährung ist. Außerdem ist der Blutdruckwert im Teenager-Alter kein sicherer Prädiktor für die Hypertonie im Alter. Dort dürften andere Faktoren wie eine beschleunigte Atherosklerose eine Rolle spielen.

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